Full text: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

 
160 Weltkänntniß. 
c<en hatte, ſchob er die Schuld auf den unſchuldi» 
gn En u | 
3) In eben dieſem 4ten Jahr ſuchte die Mutter, 
dem kleinen Emil auch ſchon die nöthige Rennt- 
niß von guten und ſchlechren Perſonen 
zu geben. Sie ſagte ihm? daß ſie die Kinders 
Magd deshalb abgeſchaft habe, weil ſie faul, uns 
gRteborſam und lügenbafr geweſen, und daß ſie 
Hingegen die Köchin lieb habe , weil dieſe arbeits- 
ſam, geborſam und nicht zäntiſch wäre, 
Und ſo oft ſich eine Gelegenheit ereignete , dem klei- 
nen Emil gute und böſe Menſchen kennen zu lehren, 
ſo gebrauchten die Eltern dieſe Veranlaſſung, Site 
ſchärften ihm dabeyy) den wichtigen Grundſaß ein: 
daß man ungeſchicFteund böſe *Tienſchen 
nicht baſſen, und 1tbnen nicht unböflich 
begegnen müße: Daß aber geſchickte und 
gure Ürienſchen die gröſte Sochachbtung 
und Liebe verdienen. 
4) Wenn bibliſche oder weltliche Geſchichte 
vdn dem nun Gjährigen Emil geleſen wurden , ſd 
ward er oft aufmerkſam igemacbt, auf die 
guren 0der böſen Handluntgen der Perſ0» 
nen, deren Beſchreibung er laß. 
5) In folgenden Jahren, gebrauchte man jede 
Beranlaſſung, ſein Auge in den Geſichts - Punck 
zu ſeken, aus welchem ein denkender Menſch die 
Welt früh anſehen muß, wenn er ſie bey reifern 
Wahren richtig beurtheilen ſol. Denn von den 
erſten Grundſätzen der richtigen Beur 
tbeilungs- Aunſt 8nſerer emlrmenſben, 
nns 

	        

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