Full text: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

Aufſtehei äus demi Bette. 21 
Denn endlich muß man es ſoweitbrin- 
gen, daß unſere zunge Zücblinete aus Ge? 
xovohnhbeit und aus eigener Einſicht und 
Trieb ſich befleigigen : Den Tat 10 anzu» 
fantten, wie es Reliettion und XDobl- 
ſtand erforderm 4 | 
AusSziehen des Abends, 
I) es Abends ſind die Kräfte des Geiſtes und 
des Cörpers gemeiniglich ſchon ſv er- 
ſchöpft , daß auch erwachſene Perſonen träge und 
leicht unwillig werden. Man muß alſo ſo vielttneh! 
dein jungen Kindern-nachſehen;: ':Und man thürt 
wobl, wenn man ſie auskleiden läſſet, 
ebe ſie ganz ſchläfrig werden. Denn jonſt 
iſt es ſchwer , den mit der Schläfrigkeit verbund?e- 
nen Eigenſinn zu beigen. Will man dieſes durch 
Schelten oder Strafe zwingen, ſo machet män das 
Kind hart und böfe.. SEEN 
2) So bald ein Kind das dritte Jahr erreiche? 
Hat, und fich noch keine Kleidungsſiüc>e ſelbſt auss- 
ziehen kann , ſo mache man es ihm durch fob und 
Wergeltungen zur-Pflicht: und zum Vergnügen, 
daß es einiete oder alle Rleidungsſjtücke 
an einen gewiſſen Ort ordentlich legt, 
oder an niedriete Hacken aufbänget. Cs 
legt dieſes ven Grund zu der Ordnung, welche zur 
Gewohnheit wird, und ſo groſſen Nuten ſſiet, 
N B 3 3) I 
 
 
 

	        

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