Full text: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

Bildung. ves Cdrpers. 29 
„en mich ſo aufführen, daß mir mein Gewiſſen 
„nicht zu ſpät ſagt: es wäre beſſer, daß ich das 
„nicht gethan hätte, 
EI 
Biſdung des Cörpers. 
Ts Furch die Bildung des Cörpers verſtehe ichs die 
-“ Sorge welche man anwendet, den Cörper 
der Kinder , ven mögligſten Grad der Geſund» 
eit, der Stärke und des XWoblſfandes zu 
3 Dieſe Sorge muß bey Kindern aller Stände 
ein Hauptgeſchäfte der Erziehung ſeyn, Denn die 
Talente der Seele, und die Glückſeligkeit des menſche 
lichen 2ebens gewinnen, oder verliehren bey der 
Sorgfalt oder Bernachläßigung dieſes wichtigen 
Theils des Erziehungs: Geſchäftes mehr, als man 
glaubet. 
- Die Heiterkeit des Gemöürhes, welche die 
jugendlichen und männlichen Arbeiten des Verſtan: 
des erleichtert, == Die TTTunterkeit des Geis 
ſtes, welcheſich in allen Umſtänden. des Lebens Zu» 
friedenheit und Vergnügen ſchaffer, welche den Jünge 
ling und den Greißzu einem angenehmen Geſellſchaf: 
ter macher, hanget groſſentheils von der Geſundheit 
vder Stärke des Cörpers ab. „Ein kränkliches und 
„ſchwaches Kind, iſt in der Jugend gemeiniglich 
»„ſurc<tſam , eigenſinnig, murriſch , zornſüchtig, 
„verdroſſen “ zu - anhaltenden Arbeiten , und der 
k hne | „Sa ame
	        

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