Full text: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

5B Empfindſatm, 
men. Denn Empfindſamkeit und Menſchen-Freund- 
ſichkeit , find gewiſſer maaſſen Synonimen. | 
3) Dasaller ſicherſte und kürzeſte Mittel, welches 
wahrhaftig den ausgebreiteſten, und angenehmſien 
Mußen ſtiftet, iſt dieſes : man ſucbefrüb, durch 
vernünftige, ernſthafte und liebreiche 
Aprweiſung in der Relitztion, eine zärrli- 
be und richt:ge Gewiaſſenbafrigkei , in 
die Seele eines Rindes zu pflanzen ,.3U 
beveijtigen.und zu erweitern. Denn wo das 
Geſerz des Gefſens, und das moraliſche 
Gefühl , nach der Vorſchrift Gottes, des beſten 
tehrers der Menſchen, geſtimmer iſt, da findet ſich 
guch gewiß dieſe wachſame und edle Cmpfindſamkeit. 
Die Lehre und der Wandel unſers anbe- 
tungswürdigen Heilandes , iſt ebezn deshalb 
für einen jeden denkenden und fühlbaren Menſchen, 
ſo annehmungswürdig , weil ſie uns nicht nur den 
fichern Weg zeiget , auf welchem wir edel empfinds- 
ſame Erdbewohner werden können 3 ſondern weil ſie 
uns auc) die reißenden Belohnungen zeiget, mit wel: 
chen der empfindſame Gott und Heiland, diejenigen 
Erdbewohner. bekrönen wird, die aus gortſeligen 
Beweggründen edel empfindſam gedacht und gehanz 
Deſt haben. Und wer ſolte ſeine jungen Lieblinge 
nicht gerne für diefe Fünftige glülich machende 
APBelt erziehen ? Welches Vater- und Mutter-Herz, 
glüher wohl nicht von heiſſem Verlangen : ſich und 
ſeine jungen Freunde einſt in der ganz gerechten und 
ganz liebreichen Geſellſchaft, . von lauter de 
pfind- 

	        

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