Full text: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

52 Einfluß des Cörpers auf die Seele. 
und hiernächſt in den erſten ſechs Monaten --- nach 
und nach in die Seele? Welches iſt der Fufemmäl. 
ſige Anfang und Fortgang der kindiſchen Begierde, 
und des bewuſten und unbewufkten kindiſchen Ge: 
ſchäftes, Begriffe zu erlangen ? 
Und iſt es wahr, daß alle unſere Begriffe, durch 
die Thüren der Sinnen, ihren Singang in die Seele 
nehmen z ſo fragt ſich : welcher Sinn fänget zu aller- 
erſt an, der Seele zum Werkzeug zu dienen, fich 
Begriffe zu machen ? Wie vereinigen die übrigen 
Sinne ihre Wirkſamkeit, der Seele ihren Dienſt 
zu leiſten? 
2) Was iſt das primum mobile, oder der er 
ſte Antrieb, durch welchen die Nerven der Sinne 
eines Kindes , in den erſten Stunden, Tagen und 
Monaten gereißet werden , Empfindungen und die 
daraus entjtehenden Begriffe zu ſuchen ? 
3) Was hat die cörperliche Beſchaffenheit des 
Kindes vor feiner Geburt , die Murter-Milch und 
Speiſe , . die Beſchaffenheit der Nerven und des 
Blutes , die cörperliche Pflege , die ſittliche Bege- 
gnung der Kinder, und äuſſere Zufälle vor einen 
Grad des Einfluſſes, auf die Empfängniß , Ge: 
burt, Ausbildung und Richtung der erſten Begriffe 
in der Seele eines Kinds? | 
-- 4) Wie gehet dieſes Geſchäfte bis zum ſechſten 
Jahre fort ? wie vermehret oder vermindert, wie 
verbeſſert oder 'verſchlimimert “der Einfluß des Cor» 
pers auf die Seele die verſchiedenen SGartungen der 
Begriffe ? wie eutſtehen aus dieſen Begriffen, nach 
der Theorie der angenehmen Empfindungen, Zunei- 
gunsz-
	        

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