Full text: M. Martin Grünwalds, gewesenen Archidiaconi in Zittau, Kurtz eingerichtete Haus- und Schul-Postilla

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<. Amgrünen Donnerſtage. Epiſt. 293 
 
 
- 6, Wie ſoll es zu Chriſäi 
Gedächtniſſe gebrauebet 
- werden? 
Nicht nur ſo/daß man 
iO die Geſchichte des 
Leidens Chriſti im Ge- 
| Zucken vorſtelle 3 ſon- 
vet quel ſo / daß matiſei- 
ne Sünde und GOttes 
' Zorn darwieder / veiflich 
merkige/ Chriſti Gnug- 
oung in wahren Glau- 
. ergreiffe / auch da- 
t ein Exempel nehme 
/ „Mes in der Welt zuſto- 
de Leiden geduldig ü- 
1 ſich ergehen zulaſſen. 
7, Iſt glles auch von dem 
| Relche und dem Blutte 
bſi ſo zu verſtehen/wie 
“en von dem Brodte nnd 
dem Zeibe Chriſti ge- 
Treder ward 2 | 
93 Deſſelbigen glei» 
m nahm erin einer nn- 
Nttvennten Handlung 
8 den. Kelch oder im 
eiche den Wein / als 
m damahliges Ge»- 
D nel nach dem gemei- 
ſpr. - Abendmahl / und 
rac) : Dieſer Kelch iſt 
8 Neue Teſtament in 
meinen Blut / odex wie 
es Mattheus und Mate 
cus ayführet/das iſt mein 
Blut des Neuen Teſta- 
ments» Iſt aber einet- 
ley geredet /. gleich als 
wenn einerx/der ein Teſta- 
ment machte / ſehte:das - 
iſt dasBermächtnüßmei-' 
ner göldenen Kette/oder 
das iſt die Kette/ die ic 
vermache. 
28: Was iſt die Wleinung 
Chriſti eigentlich % 
Dieſe: I<h reiche euch 
allen ohne Unterſcheid/ 
die ihr von dem geſeeg- 
neten Brodte gegeſſen / in 
dieſem Kelche mein Blut 
dar / welches iſt das 
Blut deß neuen Teſta- 
ments/ durch deſſen Bet- 
gieſjung ich jeßo0-bgld das 
Neue Teſtament gufrich-. 
ten will/ und durch deſſen 
Genieſſung euch die 
Wohlthaten des Neuen 
Teſtamentes fürgetra- 
gen/ mit getheilet und 
verſiegelt worden, 
T3 29: Wo 

	        

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