Full text: M. Martin Grünwalds, gewesenen Archidiaconi in Zittau, Kurtz eingerichtete Haus- und Schul-Postilla

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Am Sonntage Trinitatis, Epiſt. 473 
22, Wie berteſt du zu dem Drepeini- 
gen GOtte? 
FYeplich if es ein Geheimmiß / weltkes aller 
"Engel und Menſchen Vernunſft überſteiget/ 
daß Eines dyey und drey Eins ſeyn ſoll, Dieſes 
tan ic</O verborgener und wunderbahrer GOtt/ 
- nicht völlig ergründen; darum lehre mich es ſelbſt 
faſſen und gläuben/ wie Du dich in deinemWor» 
te geoffenbahret haft. Mache mich von allem 
- Inthüme in dieſer Lehre frey und bringe quch 
olle diejenigen auf den rechten Weg/ welche eine 
irrige Meynung von deinem Göttlichen Weſen 
bey ſich hegen. Wan ich-dich aber mein Gott recht 
erfenne / ſv verleihe mir auch Krafft und Beyy/ 
ſtänd/ daß ich dich nach ſolcher Crfäntnüß demie 
thig verehre. und deine unausſprechliche Weiße 
heit / deine unbegreiffiiche Wege / deinen uner» 
forſchlichen Rath und deine unermäßliche Gütte 
heilig verwundere,. Du biſt ein weiſer GOtt/ 
ac) Du wirſt auch meine wenige Noth wiſſen/ 
Und Mittel haben mich daraus zu reiſſen. Du 
biſt ein unbegreifflicher GOtt, Ach behütte mich 
vor Fürwitz in, Erforſchung deiner göttlichen 
„under - Wege und Gerichte. Gehet es mir- 
in der Welt wunderlich / ſv hilff./ daß ich bedens 
e/ deine Gerichte wären gerecht/ und deineWe» 
ge unerforſchlich. Lehre mich/ daß Du die Deis 
G "Gg 5 "2408 

	        

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