Full text: M. Martin Grünwalds, gewesenen Archidiaconi in Zittau, Kurtz eingerichtete Haus- und Schul-Postilla

 
494 Am 1. Sonntagenach Trinitatis. Lvan. 
 
Armenzdenn dieſem wolte 
GOtt ſein Elend verkür- 
ken/jenem aber Friſtund 
„Raumzur Buſſe gönnen/' 
und ward dem Leibe nach 
prächtig begraben. Als er 
nuninderHölle undin der 
Hvaal war/ wo immer 
. ein Weheüber das ande- 
re folgete/hub er ſeine Au- - 
' gen aufund ſahe zu ſeiner 
gröſten Mazter/Abraham 
von fernen/ ja wohl iſt 
Himmel und Hölle fern 
„von ein ander/ und Lazq- 
xumin ſeinem Schoß rief 
mit erhabener Stimme' 
und ſprach : Vater Abra- 
ham / erbarm dich mein/ 
weil ich aus deinem Ge- 
blüthe bin/ und ſende La- 
zarum/ daß er das äuſſer- 
ſte ſeines Fingers/ oder 
nur den kleinen Finger/ 
ins Waſſer tauche/ und 
"Fühle meine Zunge / mit 
dieſer hatte er durch Freſ- 
ſen / Sauffen; Fluchen 
und Schelten am meiſten 
geſündiget/ denn ich leide 
einmahl wie das andere/ 
ohne Aufhören in alle E- 
wigkeit Pein in dieſer un? | 
auslöſchlicben ; 
25» Gewebrete ibm Abr87 
bam ſeine Bitte * 
Nein. 
ſich keinen Troſt. 
lamme«. .| 
Er erhielt vor 
26. Iſi aber das Seſprs? | 
che zwiſchen dem Reiche? | 
und Abraham gehalte? 
worden? 
Nein, Es muß mil | 
Gleichnüß-weiſe verſtan! 
den werden / wie bereit 
oben iſt erinnert worde? | 
Denn die Berdamten 0 
der Hölle können mit de“ 
nen Augerwehlten !? 
Himmel nicht reden- 
27. Wie ſagte Abraham 
deßwegen zu dem Re“ 
den * 
Über das alles 7 w9* 
durchdie Sache ganß "7% 
möglich gemachet wi", 
iſt zwiſchen uns Auset" 
wehlten im Himme! 1 
euch Verdammten !1 e 
Hölle / eine groſſe 0 
duch den unveränderin, 
Rath-Schluß Gottes 
; n 
feſtiget/ daß die dawn | 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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