Volltext: Abiturstufe (1982)

 
HÖREN 
1. Erfassen der Hauptgedanken 
Mit dieser Art des Hörens: sind die Schüler durch Rundfunk- und 
Fernsehkurs bis zum Abschluß der Klasse 10 häufig konfrontiert 
worden. Dabei sollten sie z. B. beim Verfolgen von Fernsehsen- 
dungen - größtenteils bildgestützt - die Hauptgedanken von Mono- 
logen und Dialogen mit einer Dauer bis zu 5 Minuten erfassen, 
die in mittlerem Sprechtempo von Muttersprachlern vorgetragen 
wurden, meist durch Sachbetontheit sowie stilistische Neutrali- 
tät gekennzeichnet waren und in der Regel nur einzelne gramnati- 
sche Schwierigkeiten sowie einen geringen Teil unbekannter, 
größtenteils rezipierbarer Lexik aufwiesen, 
Bis zum Abschluß der Klasse 12 ist das Können im Hauptgedanken 
erfassenden Hören im Rahmen der Gesamtlehrplanthematik so wei- 
terzuentwickeln, daß die Schüler über die bisherigen Verstehens- 
leistungen hinaus auch ohne bildliche Stütze die Hauptgedanken 
von Monologen und Dialogen erfassen können, I 
- die eine Dauer bis zu 5 Minuten haben, 
- die inhaltlich in sich geschlossen sind und eine klare Kompo- 
sition aufweisen, 
- die eine hinreichende Menge von Nebeninformationen enthalten, 
- die in mittlerem Sprechtempo (80 bis 100 Wörter pro Minute) 
von Muttersprachlern vorgetragen werden, i 
- die teilweise emotional gefärbt und durch Ellipsen gekenn- 
zeichnet sein können, 
die in der Regel aus einfachen syntaktischen Strukturen be- 
stehen, 
die auch unbekannte Lexik (bis zu 2 %) enthalten, 
Das Zielniveau im Hauptgedanken erfassenden Hören ist in der 
Abiturstufe auch dadurch gekennzeichnet, 
- daß die Schüler sprachliche Mittel zur 
Kennzeichnung der Ge- 
dankenführung (z. 
B. Mittel zur Hervorhebung und Ankündigung 
sowie des logischen Bezuges, replikeneinleitende und satzver- 
knüpfende Mittel). sowie gebrauchshäufige Wendungen zum Teil 
automatisiert erfassen können, 
- daß sie die Hauptgedanken des Textes bei einmaligem Vortrag 
6 j = 2 
 
 
 
 

	        

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