Full text: Klassen 5 bis 10 (1984)

 
(z.B. Gruppieren der Wörter nach Wortfamilien, on Antonyma) 
und thematischem Aspekt (z. B. Ordnen der Wörter und Wortgruppen 
nach Sachgebieten) durchzuführen. Diesen Übungen soll die Anwendung 
‘ des nach Gruppen geordneten lexikalischen Materials in sinnvollen 
‘ 
Sprachzusammenhängen folgen. 
Bei der Arbeit mit Mustern für die Sprachausübung und beim Systemati- 
sieren der Lexik ist ständig darauf zu achten, daß die Festigung und Akti- 
vierung des neuen Wortschatzes mit der regelmäßigen Wiederholung 
früher vermittelter (angeeigneter) lexikalischer und grammatischer 
Kenntnisse verbunden wird. Die unbekannten, rezipierbaren und nicht 
rezipierbaren Wörter von Texten, die vorwiegend der schriftlichen 
Sprachausübung zugeordnet sind, brauchen nicht erlernt zu werden. 
Grammatik 
Die Vermittlung grammatischer Kenntnisse erfolgt in Übereinstimmung 
mit der methodischen Wertigkeit der betreffenden Erscheinungen. 
Auf vorwiegend induktiv-deduktivem Wege werden folgende, für die 
Klasse 7 neue Erscheinungen vermittelt: 
Gebrauch der Aspekte im Präteritum und Futur, die Funktion der Posses- 
sivpronomen ero, e&, nx und des Possessivpronomens cBon, die Zeitangabe: 
Datum, Jahreszahl. 
Deduktiv wird bei Erscheinungen verfahren, die in ihrer Funktion mit 
bereits behandelten analogen Erscheinungen übereinstimmen. 
Das sind: das zusammengesetzte Futur, das Possessivpronomen cBoA und 
das Demonstrativpronomen 3T0T (Deklination im Plural), das Possessiv- 
pronomen der 1. und 2. Person und das Adjektiv mit hartem Stammaus- 
laut (Deklination im Plural) sowie das Adjektiv mit weichem Stamm- 
auslaut (Deklination im Singular und im Plural) und die Ordinalia bis 
100 (mit Deklination). 
Folgende Erscheinungen sind als grammatische Komponente lexikalischer 
Einheiten zu behandeln: 
Die Formen der Substantive auf -ma, die Kardinalia über 100 (ohne De- 
klination), der Gebrauch des Reflexivpronomens ce6a, die Rektion der im 
Lehrbuch ausgewiesenen Präpositionen und Verben. 
Ebenso wie in Klasse 6 ist die Arbeit mit Regeln, Merksätzen, Paradienen 
usw. als Mittel zur Festigung und Systematisierung grammatischer Kennt- 
nisse zu betrachten und in begrenztem Maße zulässig. 
Bei der Behandlung grammatischer Erscheinungen (außer Ordinalia mit 
Deklination, die erst später behandelt werden) sind die Kenntnisse des 
Deutschunterrichts zu nutzen, wobei Vergleiche zwischen Mutter- und 
Fremdsprache nur dort anzustellen sind, wo funktionelle Abweichungen 
bestehen. 
Für die sichere Aneignung grammatischer Erscheinungen spielt die Arbeit 
mit den Grammatischen Übersichten im Lehrbuch weiterhin eine bedeu- 
tende Rolle. Die Schüler sind im zweckmäßigen Gebrauch der Gramma- 
tischen Übersichten zu unterweisen und dadurch auf die Verwendung 
entsprechender Nachschlagewerke vorzubereiten. 
er ’ 51 

	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.