Full text: Lehrplan der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule

schließen sowie in produktiven Sprachtätigkeiten entsprechend den jeweiligen 
Äußerungserfordernissen im wesentlichen normgerecht verwenden können. 
_ Die Schüler sollen sich zur rezeptiven Verfügung insgesamt ca, 100 Wörte sowie 
weitere Wendungen der Unterrichtssprache fest eingeprägt häben. Sie müssen 
deren Bedeutung beim Hören und Lesen sicher erfassen können. 
\_ Die Schüler besitzen Kenntnisse zu den Kategorien Stamm, Endung, Präfix und 
Suffix sowie zur Wortbildung. Sie können diese beim Erschließen unbekannter 
Wörter (mit bekanntem Stamm) sowie beim Einprägen nutzen. 
Grammatik 
Die in den Klassen 5 und 6 erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu Bildung 
und Gebrauch von Wortformen und syntaktischen Strukturen sind durch Wieder- 
holung kontinuierlich zu festigen. 
Das betrifft insbesondere 
- die Konjugation regelmäßiger und wichtiger unregelmäßiger Verben und ihre 
Rektion, 
- die Singular- und Pluraldeklination der Substantive (I. und II. Deklination) in 
Verbindung mit der Rektion der Verben, Präpositionen und Kardinalia, 
- die Singulardeklination der Adjektive (und Ordinalia) einschließlich ihrer Kon- 
gruenz mit dem Bezugswort, 
_ die Deklination der Frage- und Personalpronomen und ihren Gebrauch im 
Satz, 
- die Kardinalia und Ordinalia, 
- die Wiedergabe von „(nicht) sein“, „(nicht) haben“, 
- wichtige Adverbialbestimmungen des Ortes. 
In organischer Verbindung mit der Wiederholung erfolgt die Erarbeitung weiterer 
Bestandteile der Morphologie (im Bereich der Verben, Substantive, Adjektive und 
Pronomen) in Einheit mit Kongruenz- und Rektionsbeziehungen. Den Schülern 
werden darüber hinaus weitere syntaktische Strukturen sowie Aspektfunktionen 
von Verben bewußtgemacht. 
Bis zum Ende der Klasse 7 sollen folgende Ergebnisse erreicht werden: 
- Die Schüler kennen die Grundregeln des Aspektgebrauchs und berücksichtigen 
diese bei Bildung und Gebrauch der Zeitformen, einschließlich der Unterschei- 
dung des einfachen und zusammengesetzen Futurs. Sie sind nunmehr in der 
Lage, von den Verben des Lernwortschatzes alle Formen des Präsens, Präteri- 
tums und Futurs zu bilden und diese — unter Beachtung der Kongruenz mit dem 
Subjekt und von Rektionsbeziehungen - als Prädikat im Satz zu verwenden. Sie 
sollen sich außerdem die Formmerkmale des Imperativs fest eingeprägt haben 
ünd entsprechende Formen von Verben mit bekanntem Stamm beim Hören und 
Lesen rasch erschließen können. Einige gebräuchliche Imperativformen haben 
sich die Schüler im Rahmen des Lernwortschatzes fest eingeprägt. Diese sollen 
auch produktiv verwendet werden können. 
- Die Schüler müssen in der Lage sein, die Kasusformen des Singulars und Plu- 
rals bei Substantiven des Lernwortschatzes (1. und II. Deklination) zu erschlie- 
Ben und zu bilden sowie diese entsprechend der jeweiligen Satzgliedfunktion — 
unter Beachtung der Rektion von Verben und Präpositonen - im Satz zu ver- 
wenden. 
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