Full text: Die Ausbildung der höheren Lehrer an der Universität

 
Persönlichkeiten abhängen, gibt es keine im voraus fer- 
tigen Studienpläne. Der Dozent muß neu in den Ge- 
sichtskreis tretende Gebiete behandeln können. Er darf 
sich nicht an einen monotonen Kursus immer wieder- 
kehrender Vorlesungen und Übungen binden. Eine 
mündliche Studienberatung ist daher — im allgemeinen 
— den gedruckten Plänen vorzuziehen. 
Dem anderen Bedürfnis: der Vermittlung des eigent- 
lichen Schullehrstoffes, muß durch Maßnahmen Rech- 
nung getragen werden, die für jedes Fach eine andere 
Gestalt annehmen, da der Grad und die Art der an- 
gedeuteten Stoffdifferenz sehr verschieden sind. Eng- 
lische Philologie oder deutsche Geschichte ‚für Schul- 
männer“ wird kaum jemand einführen wollen. Hier 
muß die allgemeine Herrschaft über den Stoff er- 
reicht werden; die Auswahl für die Schule erfolgt 
unter Gesichtspunkten, denen die Universität nicht ein 
für allemal gerecht werden kann, und beruht zum Teil 
auf so individualisierten Methoden, daß sie sich der 
fertigen Überlieferung entziehen. Immerhin sollte die 
Behandlung der in der Schule gelesenen Schriftsteller 
mehr zur Geltung kommen als bisher. Anders liegt es 
in der Mathematik: Hier geht die Wissenschaft einen 
Gang, den die Schule niemals ganz nachahmen kann. 
Deshalb muß die Beziehung zwischen der höheren 
wissenschaftlichen Mathematik und der Schulmathe- 
matik ausdrücklich zum Bewußtsein gebracht werden. 
Unsere Mathematiker gedenken dies durch Ausbau einer 
Vorlesung über „Elementarmathematik vom höheren 
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