Full text: Die Ausbildung der höheren Lehrer an der Universität

 
preußischen Reformdenkschrift erwähnten Querverbin- 
dungen der Fächer, die auch für den Schulunterricht 
so wichtig sind. Die Universitätsdozenten nahe verbun- 
dener Disziplinen sollten überall in dauernder geistiger 
Fühlung miteinander stehen. Kurze Vorlesungen mit 
der Bestimmung, sachliche Bänder zwischen einzelnen 
Wissenschaften herzustellen, sollten eingerichtet wer- 
den: Mathematik und Physik, klassische Philologie und 
Deutsch; Deutsch, Geographie und Geschichte; Eng- 
lisch, Französisch und Deutsch; Biologie und Psycho- 
logie sind wichtige Beispiele. Schwerer schon sind 
Dozenten nachzuweisen, die dies können; beinahe ist 
der Student mit seiner umfassenderen Aufnahme- 
fähigkeit dazu in glücklicherer Lage. 
Deshalb ist hier auf die Hilfe studentischer Einrich- 
tungen zu vertrauen. Die „Fachschaften“ sind in diesem 
Sinne bisher kaum lebendig geworden. Es bleibt ihnen 
hier eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Abendvorträge, 
die reifere Studenten und junge Doktoren halten, 
können verhindern, daß, mit Herbart zu sprechen, die 
akademischen Vorstellungsmassen unverbunden neben- 
einander stehenbleiben. 
Zur Erreichung dieses Zieles aber bedarf es einer 
wichtigen technischen Maßnahme: Gerade die Werke 
von „allgemeinem Interesse‘ sind erfahrungsgemäß in 
den Bibliotheken immer verliehen. Man wird müde, 
wenn das Bemühen semesterlang erfolglos bleibt, und 
man verzichtet. Deshalb sollten diese Werke grundsätz- 
lich in einer größeren Zahl von Exemplaren angeschafft 
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