Full text: Klasse 10 (1987)

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I- 
KEITEN 
HINWEISE ZUR METHODISCHEN UND ORGANISATORISCHEN 
GESTALTUNG DES UNTERRICHTS 
Damit sich die Schüler solides Wissen und Können aneignen, ist der Astronomieunter- 
richt problemreich, interessant, anschaulich und erziehungswirksam zu gestalten. Die 
Schüler sollen vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Un- 
terrichtsstoff erhalten. 
Fragestellungen, vor denen die Astronomen in der Vergangenheit standen und in der 
Gegenwart stehen, sind für eine problemhafte Unterrichtsgestaltung und für die Moti- 
vierung des Lernens der Schüler zu nutzen. Die Erarbeitung astronomischen Wissens 
ist mit der Erörterung aktueller Ereignisse (z. B. Raumfahrtereignisse, besondere Er- 
scheinungen am Himmel) zu verbinden. 
Im Unterricht ist besonderes Augenmerk auf die Erarbeitung und Anwendung der 
grundlegenden Begriffe und Gesetze zu legen. Dafür ist genügend Zeit zu planen. Zur 
- Festigung des Wissens sind Wiederholungen zu planen und durchzuführen. Wesentli- 
che Begriffe sowie wichtige Größen und Ereignisse, die sich die Schüler einprägen sol- 
len, sind im Lehrplan am Ende jedes Stoffgebietes besonders ausgewiesen. Schriftliche 
Leistungskontrollen sollen nur als Kurzkontrollen durchgeführt werden. 
Der selbständigen Aneignung von Wissen und Können durch die Schüler dienen die 
Auswertung von Tabellen, Diagrammen und Karten, die Anregung und Befähigung 
zum selbständigen Beobachten des Sternhimmels sowie die Arbeit mit dem Lehrbuch, 
dem Tafelwerk, weiteren Nachschlagewerken und populärwissenschaftlicher Litera- 
tur 
Wesentliche, von den Schülern auszuführende geistige und geistig-praktische Tätigkei- 
ten sind im Lehrplan durch Einrücken gekennzeichnet. Der Lehrer soll sie der didak- 
tisch-methodischen Htensng seines Unterrichts zugrunde legen. 
Bei der Gestaltung des Astronomieunterrichts sind historische Betrachtungen zu nut- 
zen, um den Schülern bewußtzumachen, wie die Himmelskörper und der Kosmos im- 
mer besser erforscht, die Arbeitsmethoden der Astronomie weiterentwickelt und das 
wissenschaftliche Weltbild vervollkommnet wurden. 
Große Bedeutung kommt der Koordinierung des Astronomieunterrichts mit anderen 
Fächern zu. Da der Astronomieunterricht in besonders starkem Maße auf Wissen der 
Schüler aus dem Physikunterricht aufbaut und auch Vorleistungen für diesen erbringt, 
ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Physiklehrer erforderlich. 
Die astronomischen Beobachtungen der Schüler sind im Lehrplan zu Beginn jeder 
Stoffeinheit ausgewiesen. Für die Beobachtungen sind den Schülern konkrete Auf- 
träge zu erteilen, die im Unterricht vorzubereiten sind. Es ist zu gewährleisten, daß die 
Beobachtungsergebnisse in den Unterricht einbezogen werden. Sie sollen der Motivie- 
rung des Lernens sowie der Gewinnung und der Festigung von Erkenntnissen dienen. 
Die Beobachtungen sind mit dem Schulfernrohr 63/840 (Telementor) an den Schulen 
oder an zentralen Beobachtungsstützpunkten möglich. 
Für die Durchführung der Beobachtungen sind drei Stunden geplant. Es wird empfoh- 
len, die Beobachtungen (außer der Sonnenbeobachtung) an mehreren Beobachtungs- 
abenden durchzuführen. Im Winterhalbjahr können auch Beobachtungen des Morgen- 
himmels erfolgen. 
Während der Beobachtungsveranstaltungen sollen vorwiegend Beobachtungen zur 
Orientierung am Sternhimmel und Beobachtungen, für die das Fernrohr notwendig ist, 
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