Full text: Biologie : 9. bis 12. Klasse

 
Die Schüler sollen durch einen Einblick in das Leben und Schaffen großer 
Biologen, besonders großer deutscher Biologen, zur Achtung vor den Lei- 
stungen dieser Menschen und zum Stolz auf die hohen Leistungen der 
eigenen Nation erzogen werden. 
Gleichzeitig sollen sie zur Anerkennung der Leistungen der internationa- 
len, insbesondere der russischen und sowjetischen biologischen Wissen- 
schaft erzogen werden. Dabei. sind besonders die hervorragenden Leistun- 
gen der großen sowjetischen Biologen Mitschurin und Lyssenko zu wür- 
digen, die den Darwinismus zum schöpferischen Darwinismus entwickel- 
ten und deren Forschungsergebnisse und Lehren heute allgemein als 
Grundlage der modernen Biologie anerkannt werden. 
Der Biolögieunterricht soll auf diese Weise dazu beitragen, die Schüler 
zur Freundschaft mit anderen Völkern zu erziehen. 
Im Biologieunterricht der Oberschule sind den Schülern systematische, 
wissenschaftlich begründete Kenntnisse der Grundlagen und der Anwen- 
dung des schöpferischen Darwinismus zu vermitteln. 
Dazu gehören die im Stoffplan umrissenen. Kenntnisse 
der Morphologie, der Anatomie, der Physiologie, der Ökologie, der 
Ontogenie und der Phylogenie der Pflanzen und Tiere; der Anatomie, 
Physiologie, Optogenie und Phylogenie des Menschen sowie der wich- 
tigsten Fragen der Hygiene; der theoretischen Grundlagen und der 
wichtigsten praktischen Methoden der landwirtschaftlichen Produktion 
und der schöpferischen Umgestaltung der Organismen durch den Men- 
schen; ‘ 
der historischen Entwicklung des Darwinismus und des schöpferischen 
Darwinismus. 
Der Biologieunterricht der Oberschule hat einen wesentlichen Beitrag zur 
polytechnischen Bildung zu leisten. Es ist notwendig, die Schüler mit den 
wissenschaftlichen Grundlagen der Produktion vertraut zu machen, den 
Schülern elementare Fertigkeiten in der landwirtschaftlichen Arbeit und 
Kenntnisse über das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen und 
Tieren zu vermitteln. : 
So können im systematischen Biologieunterricht z. B. bei der Behandlung 
der entsprechenden Stoffeinheiten (9. und 12. Klasse) Fertigkeiten vermit- 
telt werden in der Bodenbearbeitung und Düngung, im Aufziehen und 
Auspflanzen von Setzlingen, in der Bearbeitung und Pflege von landwirt- 
schaftlichen Kulturen, bei Versuchen mit Wasserkulturen, bei der Demon- 
stration von Methoden der Pflanzenzüchtung, in der Handhabung von 
einfachen Geräten der landwirtschaftlichen Praxis bei Arbeiten im Schul- 
garten usw. j 
Grundsätzlich ist zu beachten, daß die zur Vermittlüng bestimmter Ele- 
mente polytechnischer Bildung vorauszusetzenden theoretisch-wissen- 
schaftlichen Kenntnisse von den Schülern in der Regel vorher erworben 
sein müssen. So müssen beispielsweise die Schüler die theoretischen 
Grundlagen der vegetativen Hybridisation kennen, bevor sie praktisch 
Pfropfversuche durchführen. 
Die Arbeit in den außerschulischen Arbeitsgemeinschaften ist hervor- 
ragend für die Erweiterung des allgemeinen wissenschaftlichen und poly- 
technischen Gesichtskreises der Schüler geeignet und dient gleichzeitig der 
Vertiefung und Erweiterung des im Unterricht erworbenen Wissens. 
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