Full text: Direktive (vorläufiger Lehrplan) Biologieunterricht

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wickelt worden sind (z. B. die Abstammung der Getreidepflanzen von 
Wildgräsern). \ 
Auf der Grundlage der genannten Kenntnisse werden die Schüler über- 
zeugt, daß der Mensch bei genauer Kenntnis der Zusammenhänge zwischen 
den Eigenschaften des Organismus und seinen Lebensbedingungen in die 
natürliche Entwicklung eingreifen und Pflanzen mit neuen, für die Gesell- 
schaft nützlichen Eigenschaften entwickeln kann. i 
Durch die Beschränkung auf eine geringe Auswahl von Einzelthemen 
(Anbau von Getreide und Obst oder Kartoffel oder Zuckerrübe) ist es 
möglich, den Schülern die Kenntnis der grundlegenden Methoden des 
Anbaus und der Pflege der betreffenden Kulturen außer im Unterricht 
auch durch praktische Arbeiten im Schulgarten und auf Feldern und 
durch geeignete Beobachtungen an Feldkulturen bzw. durch Exkursionen 
in LPG, VEG oder landwirtschaftliche Einzelbetriebe zu vermitteln. 
Damit dient die Behandlung dieses Stoffgebiets wesentlich der polytech- 
nischen Bildung. { 
Die Schüler lernen Grundfertigkeiten der landwirtschaftlichen Produk- 
tion und die Anwendung bewährter agrobiologischer und agrotechnischer 
Neuerermethoden kennen und gewinnen damit Verständnis für die Er- 
fordernisse der sozialistischen Landwirtschaft. 
Es wird dem Lehrer empfohlen, die Behandlung der einzelnen Themen 
dieses Stoffgebiets jeweils in der am besten geeigneten Jahreszeit durch- 
zuführen. Eine dementsprechende Aufteilung der Thematik wird wesent- 
lich dazu beitragen, den Unterricht anschaulich und interessant zu 3& 
stalten. So erscheint es z. B. methodisch zweckmäßig, die Themen „Obst- 
bau“ und „Die Kartoffel, unsere wichtigste Hackfrucht“, in entsprechende 
Unterthemen gegliedert, teilweise im Herbst (Ernte, Verwertung der Pro- 
dukte u. a.) und teilweise im Frühjahr (Frühjahrsarbeiten an Obst- 
gehölzen, Auspflanzen der Kartoffeln u. a.) zu behandeln. 
I. Unsere Getreidepflanzen 
Weizen, Roggen, Gerste, Hafer. Abstammung und Herkunft des 
Getreides. Die Behandlung des Saatguts (Keimprobe, Reinigen, 
Sortieren, Beizen, Jarowisieren). 
Die Aussaatzeiten des Getreides. 
Unterscheidung von Sommer- und Wintergetreide. 
Saatmethoden (Breitsaat, Drillsaat, Kreuzdrillsaat, Dibbelsaat). Die 
Entwicklung des Getreides (Keimen, Bestocken, Schossen, Reife). 
Düngung der Getreideflächen. 
Ernte und Verwertung des Getreides. Beobachtung von Saatreini- 
gungsmaschinen, Beizgeräten, Aussaatmaschinen, Erntemaschinen und 
Dreschmaschinen bei der Arbeit. 
Die Bedeutung der Mechanisierung der Bestell-, Pflege- und Ernte- 
arbeiten für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Großproduktion. 
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