Full text: Klasse 6 (1967)

1. Samenpflanzen II (Gestalt und Bedeutung der Samenpflanzen) 
15 Stunden 
Dieses Stoffgebiet bildet mit dem Stoffgebiet „Entwicklung und Gestalt 
der Samenpflanzen“ des Biologielehrplanes der Klasse 5 eine Einheit. Mit 
dem Kennenlernen weiterer Pflanzenfamilien der Samenpflanzen soll der 
Unterricht über diese Sippe vorläufig abgeschlossen werden. 
Indem die Schüler weitere Besonderheiten des Blütenbaues der Samen- 
pflanzen kennenlernen, sollen sie ihre Erkenntnis des allgemeinen Blü- 
tenbaues der Samenpflanzen vertiefen und festigen. Das Bilden solcher 
Begriffe_wie Eingeschlechtigkeit, Bedecktsamer, Nacktsamer, Wild- und 
Kulturpflanzen muß mit großer Sorgfalt betrieben werden, aber ebenso 
die Erweiterung und Vertiefung von Begriffen, die den Schülern bereits 
bekannt sind, wie Bestäubung und Befruchtung. Das weitere Kennen- 
lernen von Besonderheiten der Lebensdauer, der Bestäubung und der 
Verbreitung von Samen und Früchten ist als Voraussetzung für das Ver- 
ständnis ökologischer Beziehungen entsprechend zu nutzen. 
Die Schüler üben weiterhin das Bestimmen von Pflanzen nach Bestim- 
mungstabellen des Lehrbuches. Die im vergangenen Schuljahr angelegten 
Sammlungen (z.B. Früchte und Samen) sind weiter: auszubauen. Pflan- 
zenausstellungen sind auch nach Abschluß dieses Stoffgebietes erforder- 
lich, und es ist mindestens eine Exkursion durchzuführen. Auch unter 
Berücksichtigung der Ergebnisse des Schulgartenunterrichts sollen die 
Schüler umfangreichere und sichere Sippenkenntnisse erwerben. 
Der „Überblick über die behandelten Pflanzenfamilien“ soll dazu dienen, 
das von den Schülern erworbene biologische Wissen unter den bei 1.2 ge- 
nannten Schwerpunkten zu sichten und zu ordnen. Dabei soll den Schü- 
lern sowohl die Formenvielfalt als auch das Übereinstimmende der Or- 
ganismen bewußt werden. Es ist besonderer Wert auf begriffliche Klarheit 
und Eindeutigkeit zu legen. Die Schüler sollten weitgehend selbständig 
arbeiten. Die vom Lehrplan geforderten notwendigen selbständigen und 
angeleiteten Tätigkeiten — zum Beispiel tabellarisches Darstellen, Glie- 
dern — eignen sich gut dazu. Das an dieser Stelle genannte „Einordnen 
der Allgemeinbegriffe in das jeweilige Begriffssystem“ gilt für alle in 
dieser Unterrichtseinheit genannten Schwerpunkte. 

	        

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