Full text: Lehrplan für Biologie

 
 
Lebewesen: direkte Stoffwechselbeziehungen zwischen Zelle und Umwelt, 
Zellteilung gleich Fortpflanzung — einzellige Lebewesen; indirekte, durch 
Organe und Gewebe vermittelte Stoffwechselbeziehungen zwischen Zelle 
und Umwelt, direkte Stoffwechselbeziehungen zwischen den Zellen des 
Organismus, Zellteilung entweder Wachstum oder Fortpflanzung — vielzel- 
lige Lebewesen 
Population: Fortpflanzungsbeziehungen zwischen den Lebewesen einer Art 
unter bestimmten Umweltbedingungen — dauernde Erneuerung der 
Individuen (Generationsfolge); genetische Veränderung der Lebewesen im 
Zusammenhang mit der Umwelt (Stammesentwicklung) 
Biozönose: Gleichgewichtsbeziehungen zwischen den Lebewesen verschie- 
dener Arten unter bestimmten Umweltbedingungen (Beispiele: Symbiose, 
Nahrungs- und Raumkonkurrenz) 
Biosphäre: Sphäre der Erde, die sich durch das Vorkommen von Lebewesen 
auszeichnet (Ausdehnung im Vergleich zur Größe des Planeten); Vege- 
tationszonen (Geographie, Klasse 7, 2.2.3. und Klasse 8, „1.2.3. Die Vege- 
tationszonen“); Leben in Biosphäre möglich durch Energiezufuhr (Sonnen- 
licht), Kälteschutz (Atmosphäre), Strahlenschutz (Ozonschirm); Lebewesen 
verbunden durch Stoffkreisläufe, z.B. Kohlenstoffkreislauf (Kohlendioxid- 
gehalt der Luft, Photo- und Chemosynthese autotropher Pflanzen, Ernäh- 
rung heterotropher Lebewesen, Fäulnis von Ausscheidungen und von toten 
Lebewesen, Atmung und Gärung, Kohlendioxidgehalt der Luft) 
4.2. Bedeutung der Biologie (4 Stunden) 
Biologie als Produktivkraft: 
Erhöhung des Aufkommens an Nahrungs- und Futtermitteln sowie an 
pflanzlichen und tierischen Rohstoffen in quantitativer und qualitativer 
Hinsicht; Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch Bodenbearbeitung, 
Melioration und Düngung; Verbesserung der Rassen und Sorten durch 
Züchtung in Verbindung mit der Mechanisierung und Automatisierung 
des Pflanzenbaues und der Tierhaltung; Unkraut- und Schädlingsbe- 
kämpfung durch chemische Mittel (Pestizide); Erhaltung der Tierbestände 
durch Seuchenbekämpfung und Immunisierung; Regeneration und Meh- 
rung der natürlichen Ressourcen (Boden, Pflanzendecke, Wasser, Luft 
durch Maßnahmen der Naturerhaltung und des Naturschutzes, der 
Gewässerreinigung, der Verhinderung der Luftverseuchung und der Re 
‚kultivierung unfruchtbarer Gebiete; Erhaltung der Gesundheit und Lei- 
stungsfähigkeit des Menschen durch Verbesserung der Hygiene (Hygiene 
der Arbeit, der Freizeit, der Ernährung, der Wohnung, der Kleidung), durch 
Verbesserung der Prophylaxe und des vorbeugenden Gesundheitsschutzes 
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