Full text: Lehrplan für Biologie

 
 
 
bedingen insgesamt eine Steigerung der Intensität des Lernens, 
die vor allem durch den Einsatz rationeller Unterrichtsverrfahren 
auf der Grundlage facheigener Denk- und Arbeitsmethoden anzu- 
streben ist. Das gilt insbesondere für die Durchführung von Übun- 
gen, Wiederholungen und Leistungskontrollen, aber auch für die 
Einführung neuer Stoffgebiete sowie für das Durchführen, das 
Protokollieren und Auswerten der Ergebnisse experimenteller Ar- 
beiten. 
Für die geistig-praktische Tätigkeit der Schüler ist die Durch- 
führung von Beobachtungen, Untersuchungen und Experimenten im 
Biologieunterricht von großer Bedeutung. Diese Arbeitsformen wer- 
den ihrer Funktion beim Wissenserwerb und bei der: Fähigkeitsent- 
wicklung der Schüler in den Klassen 11 und 12 nur dann gerecht, 
wenn - ausgehend von bereits vorhandenen Fähigkeiten und Fertig- 
keiten - auf ein weitgenend selbständiges Planen, Vorbereiten, 
Durchführen und Auswerten von Experimenten geachtet wird. Deswe- 
gen sollen Versuchsanleitungen in zunehmendem Maße auf die theo- 
retischen Grundlagen der Experimente hinweisen und für die Schü- 
ler Ansatzpunkte zum Auffinden eigener Lösungswege enthalten. 
Damit ist zugleich das schöpferische Denken der Schüler zu för- 
dern. 
Bei der Vorbereitung und Durchführung experimenteller Aufgaben 
sind die Bestimmungen des Arbeitsschutzes und des Umgangs mit 
Giften zu beachten (siehe hierzu "Richtlinien für den Arbeits- 
und Brandschutz im naturwissenschaftlichen Unterricht und in der 
außerunterrichtlichen Arbeit auf dem Gebiet der Naturwissenschaf- 
ten" vom 25. Mai 1967). 
Zur Erhöhung der Intensität und Effektivität des Unterrichts ist 
der Einsatz von Lehr- und Lernmitteln durch den Lehrer gründlich 
zu planen. Der Lehrstoff in den Klassen 11 und 12 verlangt den 
Einsatz originaler Objekte und die Arbeit an ihnen. Die hohen 
Forderungen an das Abstraktionsvermögen der Schüler errordern in 
besonderem Maße Anschaulichkeit im Unterricht. So sind zur Veran- 
schaulichung von Grundprozessen des Stotr- und Energiewechsels 
und der Genetik geeignete Modelle bzw. Symbolmodelle einzusetzen. 
Dabei ist den Schülern deutlich zu machen, daß die entsprechenden 
Modelle nur bestimmte Seiten der objektiven Realität in verein- 
fachter Form darzustellen vermögen. 
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