Full text: Lehrplan für Biologie

 
ist den Schülern bewußtzumachen. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen, 
die sie im Schulgartenunterricht und eventuell im Unterrichtstag in der 
Produktion gewonnen haben, sollen einbezogen werden. 
Ausgehend von der den Schülern bekannten Unterscheidung zwischen 
geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung ist zunächst die un- 
geschlechtliche Fortpflanzung bei Pflanzen im Überblick zu behandeln. Da- 
bei sind den Schülern die allgemein-biologische Bedeutung dieser Fort- 
pflanzungsart und damit zusammenhängend die wirtschaftliche Bedeutung 
bewußtzumachen. 
Bei der Behandlung der geschlechtlichen Fortpflanzung der Pflanzen sollen 
die Schüler vor allem die prinzipielle Übereinstimmung dieses Lebensvor- 
sanges bei Pflanzen und Tieren erkennen. Es, soll ihnen auch bewußt 
werden, daß bei den Pflanzen ebenso wie bei den Tieren eine zunehmende 
Wasserunabhängiskeit der Fortpflanzung festzustellen ist. Zur Darstellung 
der Fortpflanzungsverhältnisse verschiedener Sippen sind nur jene Fakten 
heranzuziehen, die für das Verständnis des Wesentlichen unumgänglich 
notwendig sind. (Der Generationswechsel ist nicht zu behandeln!) 
Die Behandlung der Besonderheiten der geschlechtlichen Fortpflanzung bei 
Samenpflanzen soll sich weitgehend auf den Schülern Bekanntes stützen. 
Die Schüler sollen einen Überblick erhalten, indem sie einige Beispiele 
analysieren. i 
Die Erkenntnis, daß Wachstum und Individualentwicklung bei Pflanzen 
ebenso wie bei Tieren durch Hormone (Pflanzenhormone) gesteuert wer- 
den, soll die Überzeugung der Schüler von der materiellen Bedingtheit der 
Lebensvorgänge weiter vertiefen. 
Beim Überblick über Formen des Wachstums sowie über die Entwicklungs- 
phasen der Samenpflanzen sind die Kenntnisse, die die Schüler über den 
Stoffwechsel erworben haben, einzubeziehen. 
Fortpflanzung 
Fortpflanzungsfähigkeit — allgemeine Eigenschaft der Lebewesen: 
Kennzeichen des Lebens 
Unterscheiden geschlechtlicher, ungeschlechtlicher Fortpflanzung 
(Wiederholung, Biologie Klassen 5 bis 8) 
Ungeschlechtliche Fortpflanzung bei Pflanzen: 
Zellteilung (Bakterien, Algen); Sporen (Pilze, Moospflanzen, Farnpflan- 
zen); Wurzelstöcke, Knollen, Zwiebeln, Ausläufer (Sproßpflanzen) 
Stärkere Verbreitung ungeschlechtlicher Fortpflanzung bei Pflanzen als bei 
Tieren 
Beschreiben von Beispielen für die Anwendung ungeschlechtlicher 
Fortpflanzung bei Pflanzen in der Land- und Forstwirtschaft und im 
Gartenbau 
  
 
 
 

	        

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