Full text: Lehrplan für Biologie

 
Individualentwicklung 
Entwicklungsphasen der Samenpflanzen: 
Entwicklung des Keimlings (anknüpfen an „Fortpflanzung“) — Furchung 
der befruchteten Eizelle, Differenzierung der Zellen, Bildung von Wurzel- 
und Sproßanlage sowie von Keimblättern; Keimung — Keimbedingungen 
(Wasser, Sauerstoff,‘ bestimmte Temperatur), Entwicklung des Keimlings 
zur Keimpflanze, Wechsel von heterotropher zu autotropher Ernährung; 
Wachstumsphase — Ausbildung der Wurzel und des Sprosses; Fortpflan- 
zungsphase — Ausbildung von Blüten, Samen und Früchten 
2. Die Lebewesen in ihrer Umwelt 22 Stunden 
Die Schüler sollen Gesetzmäßigkeiten der Beziehungen zwischen einzelnen 
und vergesellschafteten Organismen und ihrer Umwelt kennenlernen .(Da- 
durch werden die Erkenntnisse der Schüler über den dialektischen Zu- 
sammenhang zwischen der lebenden und der nichtlebenden Natur vertieft, 
und ihre Überzeugung von der prinzipiellen Einheit der lebenden und 
nichtlebenden Natur wird weiter gefestigt, Naturschutz und Naturerhal- 
tung sollen die Schüler nunmehr als aus wissenschaftlicher Erkenntnis re- 
sultierende gesellschaftliche Notwendigkeit erkennen und ihre Veranke- 
rung in der Verfassung und in den Gesetzen der Deutschen Demokrati- 
schen Republik als Ausdruck der Verantwortung unseres sozialistischen 
Staates für das Leben künftiger Generationen werten. Sie sollen verstehen 
lernen, daß durch die Anwendung ökologischer Kenntnisse die natürlichen 
Ressourcen bei fortschreitender Industrialisierung im Zuge der wissen- 
schaftlich-technischen Revolution und der Vollendung des entwickelten ge- 
sellschaftlichen Systems des Sozialismus erhalten werden können. 
Indem die Schüler komplexe Zusammenhänge zwischen lebender, nicht- 
lebender Natur und Gesellschaft, gestützt auf ihr biologisches Wissen, je- 
weils von wenigen Beispielen ableiten, entwickeln sie ihre Fähigkeiten zur 
Analyse komplexer Zusammenhänge, zur Anwendung von Begriffen und 
zu verallgemeinerndem Schlußfolgern weiter. Auch die Fähigkeit der 
Schüler, die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die gesell- 
schaftliche Praxis zu erkennen, soll weiter entwickelt werden. 
Der Unterricht zum Stoffabschnitt „2.1. Lebensraum, Umwelt bei Tieren 
und Pflanzen“ führt die Schüler in den neuen Erkenntniszusammenhang 
ein. Ausgehend von der Klärung der Begriffe „Art“ und „Umwelt“ sollen 
sie durch Anwendung ihrer Kenntnisse über Tiere, autotrophe Pflanzen. 
und Bakterien schrittweise zu einer Differenzierung des Umweltbegriffes 
in Faktoren einerseits und in Standort beziehungsweise Biotop anderer- 
seits geführt werden. 
Im Unterricht über „2.2. Die ökologische Potenz der Organismen“ sollen 
die Schüler zunächst Gesetzmäßigkeiten des Umweltverhaltens der Indi- 
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