Full text: Klassen 5 und 6 (1977)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Biologieunterricht der Klasse 6 werden weitere Familien der 
Samenpflanzen und einige Stämme wirbelloser Tiere behandelt. Da- 
"bei sollen die Schüler ihre im Biologieunterricht der Klasse 5 
erworbenen morphologischen, anatomischen und taxonomischen Kennt- 
nisse erweitern und vertiefen. Die Schüler sollen erkennen, daß ) 
die Lebewesen nach allgemeinen und besonderen Merkmalen ihres \ 
äußeren und inneren Baues und ihrer Lebensweise unterschieden, 
zu Sippen vereinigt und systematisch geordnet werden können. Sie 
sollen begreifen, daß die Organismen durch den Bau und die Funk- 
tion ihrer Organe an Umweltbedingungen angepaßt sind. Es ist die 
Erkenntnis anzubahnen, daß Lebewesen veränderlich sind und vom 
Menschen entsprechend seinen Bedürfnissen durch Züchtung verän- 
dert werden können. Das kann bei der Behandlung von Kulturpflan- 
zen erreicht werden. 
‚Die Fähigkeit der Schüler, Allgemeines und Besonderes an der Ge- 
stalt und an den Lebensvorgängen von Pflanzen und Tieren durch 
Betrachten, Untersuchen und Beobachten zu erkennen, muß weiter- 
entwickelt werden. Die Erkenntnisse, die die Schüler bei der Be- 
handlung der Samenpflanzen - besonders der Korbblütengewächse 
und ‚Kieferngewächse - und der wirbellosen Tiere gewinnen sollen, 
stellen erhöhte Anforderungen an die Erkundungsfähigkeit. 
Die Schüler sollen eine angemessene Sicherheit in der HBändhabung 
und im Gebrauch der Lupe und des Präparierbestecks erlangen. Sie 
sollen zu treffender und hinreichend präziser mündlicher, schrift- 
licher und graphischer Darstellung des Erkannten befähigt und er- 
zogen werden. Beim Untersuchen und Experimentieren ist mehr und 
mehr in Gruppen zu arbeiten. Die Gruppenarbeit soll zur Erziehung \ 
der Schüler zu gegenseitiger Rücksichtnahme, kameradschaftlicher 
Hilfe, zur Achtung vor der Leistung anderer und kritischer Ein- 
stellung gegenüber der eigenen Leistung genutzt werden. Die Tä- 
tigkeit der Schüler ist vom Lehrer auch so anzulegen und zu len- 
ken, daß sie zu Verantwortungsbewußtsein im Umgang mit Pflanzen 
und Tieren erzogen werden. Das ‚Interesse der Schüler am wissen- 
schaftlichen Gegenstand und am Erkunden soll weiter wachsen. 
Bei der Aneignung der biologischen Kenntnisse sind den Schülern 
Beziehungen des Unterrichtsgegenstandes zur gesellschaftlichen 
Praxis bewußtzumachen. Es ist ein tieferes Verständnis der Schü- 
ler für land-, forst- und gartenbauwirtschaftliche Maßnahmen und 
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