Full text: Klassen 7 bis 10 (1977)

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viduen einer Art, danach Gesetzmäßigkeiten der Veränderung des Um- 
weltverhaltens im Verlaufe der Individualentwicklung kennenlernen. 
Mit dem Kennenlernen der ökologischen Potenz gewinnen die Schüler 
eine Voraussetzung für das Verstehen von Vergesellschaftungen von 
Organismen. Durch praktische und geistige Tätigkeit sollen die Schüler 
die Bedeutung der ökologischen Potenz für natürliche und vom Menschen 
zweckbestimmt beeinflußte Verhältnisse besser verstehen. 
Nachdem die Schüler die ökologische Potenz kennengelernt haben, sollen 
sie Gesetzmäßigkeiten des Vorkommens der Organismen in bestimmten 
Lebensräumen erkennen. Diese Erkenntnis soll die Einstellung der 
Schüler zur lebenden Natur mitbestimmen. Sie sollen in der lebenden 
Natur ebenso wie in der nichtlebenden das Wirken von Naturgesetzen 
erkennen und sich entsprechend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung 
Tieren und Pflanzen gegenüber bewußt verhalten. 
Der Unterricht zum Stoffabschnitt „2.3. Vergesellschaftung der .Organis- 
men“ hat Gesetzmäßigkeiten von Organismenvergesellschaftungen une 
sektenstaaten, Symbiosen, Biozönosen — zum Gegenstand. Die Vergesell- 
schaftungsformen sollen in ihrer dialektischen Widersprüchlichkeit ver- 
standen werden, die in der Selbstregulation dieser Systeme zum Ausdruck 
kommt. Die Einheit und der Kampf der Gegensätze können den Schülern 
ein weiteres Mal bewußtgemacht werden. 
Gestützt auf Kenntnisse über die Bedeutung der Regelung bei Tieren, 
beim Menschen und bei Pflanzen sollen die Schüler nunmehr die Selbstre- 
gulation auch als ein Merkmal von Organismenvereinigungen erkennen. 
Damit sollen sich die Schüler der Bedeutung ökologischer Kenntnisse für 
zweckbestimmte Veränderungen der Natur durch den Menschen bewußt 
werden. 
Zum Veständnis des biologischen Gleichgewichts wird der Begriff „Po- 
pulation“ eingeführt. Durch das Kennenlernen der Entwicklungsfolge 
sollen die Schüler die gesetzmäßige Aufeinanderfolge von Biozönosen in 
der Naturlandschaft verstehen. f 
Das abschließende Stoffgebiet 2.4. Naturnutzung und Naturerhaltung ın 
der Deutschen Demokratischen Republik“ soll den Schülern bewußtma- 
chen, daß die Anwendung ökologischer Gesetzmäßigkeiten im Interesse 
der Gesellschaft und damit im Interesse jedes einzelnen liegt. Die Tatsa- 
che, daß eine ökologisch begründete Naturnutzung und Naturerhaltung 
gesetzlich verankert ist, sollen die Schüler als Ausdruck der Sorge und 
Verantwortung der sozialistischen Gesellschaft für das Wohl künftiger 
Generationen erkennen und werten. Jeder Schüler soll das Gesetz über die 
planmäßige Gestaltung der sozialistischen Landeskultur in der DDR dem 
Sinne nach kennen und sich der Notwendigkeit bewußt sein, es einzu- 
halten. : 
Die Exkursion hat das Ziel, den Schülern durch Beobachtungen und nn 
tersuchungen ökologischer Zusammenhänge in der heimatlichen kb 
schaft einen nachhaltigen Eindruck vom Wirken ökologischer we a 
Bigkeiten und von der Möglichkeit und gesellschaftlichen Notwendig 
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