Full text: Klassen 7 bis 10 (1978)

 
zen ist den Schülern bewußtzumachen. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen, 
die. sie im Schulgartenunterricht und eventuell in der Produktionsarbeit 
des polytechnischen Unterrichts gewonnen haben, sollen einbezogen wer- 
den. 
Ausgehend von der den Schülern bekannten Unterscheidung zwischen 
geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung ist zunächst die 
ungeschlechtliche Fortpflanzung bei Pflanzen im Überblick zu‘ behan- 
deln. Dabei sind den Schülern die allgemein-biologische Bedeutung dieser 
Fortpflanzungsart und damit zusammenhängend die wirtschaftliche Be- 
deutung bewußtzumachen. 
Bei der Behandlung der geschlechtlichen Fortpflanzung der Pflanzen sol- 
len die Schüler vor allem die prinzipielle Übereinstimmung dieses Lebens- 
vorganges bei Pflanzen und Tieren erkennen. Es soll ihnen auch bewußt 
werden, daß bei den Pflanzen ebenso wie bei den Tieren eine zunehmende 
Wasserunabhängigkeit der Fortpflanzung festzustellen ist. Zur Darstel- 
lung der Fortpflanzungsverhältnisse verschiedener Sippen sind nur jene 
Fakten heranzuziehen, die für das Verhältnis des Wesentlichen unum- 
gänglich notwendig sind. (Der Generationswechsel ist, nicht zu behan- 
deln!) 
Die Behandlung der Besonderheiten der geschlechtlichen Fortpflanzung 
bei Samenpflanzen soll sich weitgehend auf den Schülern Bekanntes stüt- 
zen. Die Schüler sollen einen Überblick erhalten, indem sie einige Beispiele 
analysieren. 
Die Erkenntnis, daß Wachstum und Individualentwicklung bei Pflanzen 
ebenso wie bei Tieren durch Hormone (Pflanzenhormone) gesteuert Wel- 
den, soll die Überzeugung der Schüler von der materiellen Bedingtheit der 
Lebensvorgänge weiter vertiefen. 
Beim Überblick über Formen des Wachstums sowie über die Entwicklungs- 
phasen der Samenpflanzen sind die Kenntnisse, die die Schüler über den 
Stoffwechsel erworben haben, einzubeziehen. 
Fortpflanzung 
Fortpflanzungsfähigkeit — allgemeine Eigenschaft der Lebewesen: 
Kennzeichen des Lebens : 
Unterscheiden geschlechtlicher, ungeschlechtlicher Fortpflan- 
zung (Wiederholung, Biologie Klassen 5 bis 8) 
Ungeschlechtliche Fortpflanzung bei Pflanzen: 
Zellteilung (Bakterien, Algen); Sporen (Pilze, Moospflanzen, Farnpflan- 
zen); Wurzelstöcke, Knollen, Zwiebeln, Ausläufer (Sproßpflanzen) 
Stärkere Verbreitung ungeschlechtlicher Fortpflanzung bei Pflanzen als 
bei Tieren 
Beschreiben von Beispielen für die Anwendung ungeschlechtli- 
cher Fortpflanzung bei Pflanzen in der Land- und Forstwirtgehaft 
und im Gartenbau 
 
 
 
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