Full text: Abiturstufe (1980)

 
viduengruppen sind. Das ist die Grundlage für die Erkenntnis der Schüler, 
daß die Existenz der Organismen von der Wirkung der Umweltfaktoren 
abhängig ist. Besonderer Wert ist auf eine klare Unterscheidung der Be- 
griffe ökologische Potenz und physiologische Potenz zu legen. 
Im: Zusammenhang mit der Erarbeitung des Unterrichtsstoffes über das 
Zusammenwirken der Umweltfaktoren ist der Wiederholung des bisher 
erworbenen ökologischen Wissens und Könnens große Aufmerksamkeit zu 
schenken. Die Schüler sind zu befähigen, ihr Wissen, z. B. bei der Erläu- 
terung des standortgerechten Anbaus landwirtschaftlicher Kulturen, anzu- 
wenden. 
Es wird empfohlen, von den für diese Stoffeinheit vorgesehenen drei 
Stunden eine Stunde für eine Kontrolle des bisher behandelten ökologi- 
schen Unterrichtsstoffes zu verwenden. Das Experiment über Zeigerpflan- 
zen ist langfristig zu planen. 
Bei der Behandlung des Ökosystems müssen sich die Schüler sicheres und 
anwendbares Wissen über wesentliche Merkmale von Organismengesell- 
schaften und von Wechselbeziehungen zwischen Organismengesellschaften 
und abiotischen und biotischen Umweltfaktoren aneignen. Es ist ihnen 
bewußtzumachen, daß die relative Stabilität eines -Ökosystems auf der 
Selbstregulation durch Populationsdynamik beruht. An Beispielen ist den 
Schülern zu zeigen, wie durch zielgerichtete Maßnahmen die Stoffproduk- 
tion in Ökosystemen erhöht werden kann, beispielsweise durch Schaffung 
von Monokulturen, die ohne ständiges Einwirken des Menschen nicht exi- 
stenzfähig wären. 
Zur Erarbeitung dieses Unterrichtsstoffes wird der Einsatz von Schüler- 
aufträgen empfohlen, beispielsweise langfristige Beobachtungen in einem 
Ökosystem und Schülervorträge über die wirtschaftliche Bedeutung von 
Monokulturen. 
Schwerpunkte der Stoffeinheit „Sozialistische Landeskultur“ bilden der 
Naturschutz und die Erhaltung und Gestaltung der natürlichen Umwelt. 
Den Schülern soll das Bemühen unseres Staates um die effektive Nutzung 
und Erhaltung der Natur bewußt werden, die sich im Landeskulturgesetz 
widerspiegelt. Jedem Schüler ist bewußtzumachen, daß die vorbildlichen 
landeskulturellen Gesetze nur realisiert werden können, wenn jeder Bür- 
ger zur Erhaltung und Gestaltung der Umwelt beiträgt. Sie sollen erken- 
nen, daß die Umwelt die Grundlage für die Existenz der Organismen ein- 
schließlich des Menschen ist. Die Probleme des Umweltschutzes sollten vor 
allem an Beispielen des Heimatkreises erläutert werden. 
Die ökologische Exkursion dient dem Ziel, den Schülern die Wechselwir- 
kungen zwischen Organismus und Umwelt durch unmittelbare Natur- 
beobachtungen bewußtzumachen und ihr Wissen über ökologische Gesetz- 
mäßigkeiten zu erweitern. 
Folgende geistig-praktische Tätigkeiten der Schüler sollen weiterentwik- 
kelt werden: vergleichendes Beobachten mit und ohne Hilfsmittel (Lupe), 
z. B. der Xerophyten und Hygrophyten, physikalisch-chemisches Analysie- 
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