Full text: Klassen 7 bis 10 (1982)

 
 
 
Pilze und über ihre Bedeutung als Fäulnis- und Krankheitserreger sollen 
durch Vergleiche mit heterotrophen Bakterien gewonnen werden. 
Bei den Moospflanzen und Farnpflanzen berücksichtigt der Unterricht die 
Baueigentümlichkeiten, die fortschreitende Differenzierung und Funk- 
tionsteilung sowie die Vermehrung durch Sporen. Die Schüler sollen au- 
ßerdem die Bedeutung der Moospflanzen für die Regulierung des Was- 
serhaushalts erkennen. a 
Im Unterschied zu den bisher in Klasse 7 behandelten Sippen erkennen 
die Schüler bei den Farnpflanzen das Vorhandensein von Geweben und 
‚lernen Zellen, Gewebe und Organe unterscheiden. 
Der bei den Farnpflanzen erreichte Stand in der Zelldifferenzierung und 
Funktionsteilung muß zur Angepaßtheit dieser Sippen an das Landleben 
(Trockenluftpflanzen) in Beziehung gesetzt werden. Unter diesem Ge- 
sichtspunkt durchzuführende Vergleiche mit. bekannten Sippen aus dem 
Tierreich sollen dazu beitragen, daß die Schüler lernen, BEWORNCHE Er- 
kenntnisse auf bereits Bekanntes anzuwenden. 
Anhand einer Abbildung vom Steinkohlenwald sollen die Schüler erken- 
nen, daß auch die Farnpflanzen im Verlaufe der Erdgeschichte eine Ent- 
wicklung durchlaufen haben. Dabei soll ihnen zugleich die wirtschaftliche 
Bedeutung dieser Sippe weiter erschlossen werden. 
Im Verlauf der Behandlung dieses Stoffgebietes. sollen die Schüler ein 
weiteres mikroskopisches Frischpräparat anfertigen. 
Pflanzenausstellungen müssen dazu beitragen, die Sippenkenntnisse der 
Schüler in enger Beziehung zum Unterricht zu erweitern. 
3.1. Algen (2 Stunden) 
Kugelalge: Hohlkugel, 10000 bis 20000 Zellen; Zusammenhalt der Zel- 
len durch Zellplasmafäden; Zellarten: kleine Zellen mit Chloroplasten 
und Geißeln (Geißelzellen), große unbegeißelte Zellen ohne Chloroplasten 
(Geschlechtszellen) 
Demonstrieren (Kugelalge) 
Erkennen der unterschiedlichen Zellarten 
Unterschiedliche Funktion der beiden Zellarten: Ernährung und Fortbe- 
wegung durch Geißelzellen, Fortpflanzung durch Geschlechtszellen; 
Funktionsteilung 
Ableiten kausaler Abhängigkeiten zwischen Bau und Funktion 
beider Zellarten 
Gegenseitige Abhängigkeit der Zellarten: Abhängigkeit der Geschlechts- 
zellen von den Geißelzellen in bezug auf die Ernährung, Abhängigkeit 
der Geißelzellen von den Geschlechtszellen in bezug auf die Fortpflan- 
zung | : 
-Erkennen der gegenseitigen Abhängigkeit der’ Zellarten 
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