Full text: Klassen 7 bis 10 (1982)

 
 
 
empfindung eignet sich für diese Beobachtung, die ohne besondere 
Schwierigkeiten und mit leicht beschaffbaren Mitteln beobachtet werden 
kann; außerdem sind den Schülern die Rezeptoren (Tastkörperchen) von 
der vorangegangenen Behandlung der Haut bekannt. 
Die Schüler sollen bereits bei dieser Beobachtung erkennen, daß der Reiz, 
auf den ein Rezeptor reagiert, spezifisch ist. Die durch den Reiz ausge- 
löste Erregung der Sinneszelle und entsprechend die Erregung der an- 
schließenden Nerven sollen die Schüler als: Zustand gesteigerten Stoff- 
wechsels erkennen, der zur Folge hat, daß Signale (Zeichen) in Form von 
Impulsen weitergeleitet werden. 
Zu diesem ersten Einblick in das Zusammenwirken von Sinnes- und 
Nervensystem im Organismus gehört es, daß die Schüler die Beziehung 
zwischen der Einwirkung eines Reizes und dem Auftreten der psychischen 
Grundphänomene (Empfindung — innere Handlung; Reaktion — äußere 
Handlung: Informationsspeicherung — Gedächtnis) erkennen. 
Nach einem Überblick über die Sinnesorgane und die von diesen perzi- 
pierten Reize werden Bau und Funktion des Auges als Beispiel für alle 
Sinnesorgane eingehender behandelt. Bau und Funktion des Ohres wer- 
den soweit erläutert, wie es zum Verständnis der Schutzmaßnahmen des 
Hörsinnesorgans erforderlich ist. In die hygienischen Betrachtungen wer- 
den alle Sinnesorgane einbezogen, wobei der Schwerpunkt bei der Hy- 
giene des Auges und des Ohres liegt. 
Bei der Behandlung der Nervenfunktionen wird am Beispiel der Kör- 
pertemperatur, die trotz mannigfaltiger äußerer und innerer Störungen 
37°C beträgt, der Reflexbogen zum biologischen Regelkreis erweitert, 
ohne daß über die Anforderungen des Lehrplans hinaus kybernetische 
Termini Anwendung finden. Erst nachdem die Schüler in das Funktionie- 
ren der biologischen Regelung Einblick erhalten haben, soll ihnen die 
Bedeutung von Arbeit und Sprache als Bedingung menschlichen Bewußt- 
seins erläutert werden. 
Der Behandlung der Hygiene des Nervensystems kommt sehr große Be- 
deutung für die Erziehung der Schüler zu. Ihnen muß bewußt werden, 
daß die Gesundheit von den richtigen Proportionen zwischen Arbeit, 
Erholung und Schlaf abhängt. Das gilt in besonderem Maße für den sich 
entwickelnden Organismus. 
Bemerkung: Die Stoffeinheit „Einführung in das Zusammenwir- 
ken von Sinnesorganen und Nervensystem“ schafft Grundlagen 
für das Verständnis der Sinnes- und Nervenfunktionen. Die da- 
für aufzuwendende Unterrichtszeit sollte etwa 2 Stunden betra- 
gen. 
51. Einführung in das Zusammenwirken von Sinnesorganen und Ner- 
vensystem ; 
Reizbarkeit — eine Voraussetzung für die Umweltbeziehungen der Lebe- 
wesen 
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