Full text: Klassen 7 bis 10 (1982)

 
 
 
2. Die Lebewesen in ihrer Umwelt ; 22 Stunden 
Die Schüler sollen Gesetzmäßigkeiten der Beziehungen zwischen einzel- 
nen und vergesellschafteten Organismen und ihrer Umwelt kennenlernen. 
Dadurch werden die Erkenntnisse der Schüler über den dialektischen 
Zusammenhang zwischen der lebenden und der nichtlebenden Natur ver- 
tieft, und ihre Überzeugung von der prinzipiellen Einheit der lebenden 
und nichtlebenden Natur wird weiter gefestigt. Naturschutz und Na- 
turerhaltung sollen die Schüler nunmehr als aus wissenschaftlicher Er- 
kenntnis resultierende gesellschaftliche Notwendigkeit erkennen und ihre 
Verankerung in der Verfassung und in den Gesetzen der Deutschen De- 
mokratischen Republik als Ausdruck der Verantwortung unseres soziali- 
stischen Staates für das Leben künftiger Generationen werten. Sie sollen 
verstehen lernen, daß durch die Anwendung ökologischer Kenntnisse die 
natürlichen Ressourcen bei fortschreitender Industrialisierung im Zuge 
der wissenschaftlich-technischen Revolution und der Vollendung der ent- 
wickelten sozialistischen Gesellschaft erhalten werden können. 
Indem die Schüler komplexe Zusammenhänge zwischen lebender, nichtle- 
bender Natur und Gesellschaft, gestützt auf ihr biologisches Wissen, je- 
weils von wenigen Beispielen ableiten, entwickeln sie ihre Fähigkeiten 
zur Analyse komplexer Zusammenhänge, zur Anwendung von Begriffen 
und zu verallgemeinerndem Schlußfolgern weiter. Auch die Fähigkeit der 
Schüler, die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die gesell- 
schaftliche Praxis zu erkennen, soll weiter entwickelt werden. 
Der Unterricht zum Stoffabschnitt „2,1. Lebensraum, Umwelt bei Tieren 
und Pflanzen“ führt die Schüler in den neuen Erkenntniszusammenhang 
ein. Ausgehend von der Klärung der Begriffe „Art“ und „Umwelt“ sollen 
sie durch Anwendung ihrer Kenntnisse über Tiere, autotrophe Pflanzen 
und Bakterien schrittweise zu einer Differenzierung des Umweltbegriffes 
in Faktoren einerseits und in Standort beziehungsweise Biotop anderer- 
seits geführt werden. i 
Im Unterricht über „2.2. Die ökologische Potenz der Organismen“ sollen 
die Schüler zunächst Gesetzmäßigkeiten des Umweltverhaltens der Indi- 
viduen einer Art, danach Gesetzmäßigkeiten der Veränderung des Um- 
weltverhaltens im Verlaufe der Individualentwicklung kennenlernen. 
Mit dem Kennenlernen der ökologischen Potenz gewinnen die Schüler 
eine Voraussetzung für das Verstehen von Vergesellschaftungen von Or- 
ganismen. Durch praktische und, geistige Tätigkeit sollen die Schüler die 
Bedeutung der ökologischen Potenz für natürliche und vom Menschen 
zweckbestimmt beeinflußte Verhältnisse besser verstehen. 
Nachdem die Schüler die ökologische Potenz kennengelernt haben, sollen 
sie Gesetzmäßigkeiten des Vorkommens’ der Organismen in bestimmten 
Lebensräumen erkennen. Diese ‚Erkenntnis soll die Einstellung der Schü- 
ler zur lebenden Natur mitbestimmen. Sie sollen in der lebenden Natur 
ebenso wie in der nichtlebenden das Wirken von Naturgesetzen 
erkennen und sich entsprechend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung 
Tieren und Pflanzen gegenüber bewußt verhalten. 
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