Full text: Lehrplan Biologie

 
Bestandteil der Chromosomen - DNS als sich identisch verdoppelndes Molekül und 
als Voraussetzung für den Aufbau von Eiweißen 
Bau und Eigenschaften des DNS-Moleküls - zweisträngig, Verknüpfung der Stränge 
durch Paare organischer Basen in einer bestimmten Reihenfolge, Hinweis auf 
Adenin -— Thymin und Guanin — Cytosin als Basenpaare; Bindungsregel 
Vor der Zellteilung Auftrennung des zweisträngigen DNS-Moleküls und Ergänzung 
beider Einzelstränge nach der Bindungsregel mit Molekülbausteinen aus dem Stoff- 
wechsel der Zelle zu völlig gleichen zweisträngigen Molekülen, Verdopplung des DNS- 
Moleküls 
Erläutern des Zusammenhanges zwischen der Verdopplung der DNS und der 
Verdopplung der Chromosomen vor der Zellteilung 
Gen als Abschnitt der DNS, der die Information für den Aufbau eines bestimmten Ei- 
weißmoleküls enthält 
Reihenfolge der Basenpaare eines Gens bestimmt die Reihenfolge der Aminosäuren 
des Eiweißmoleküls 
Gleiche Reihenfolge der Basenpaare in der DNS in Mutterzelle und Tochterzellen be- 
wirkt gleiche Ausbildung der Eiweiße, Konstanz der Information für den Aufbau von 
Eiweißen über Generationen’ 
Eiweiße als Merkmal oder: als Grundlage für die Ausbildung von Merkmalen, z. B: 
ABO-Blutgruppen, Samenformen bei Erbsen 
Artspezifik der Basenfolge der DNS und damit der Eiweiße; individuelle Unterschiede 
in der Basenfolge und damit der Eiweiße 
Hinweis auf Unverträglichkeit bei Organtransplantationen 
Gentechnik - biotechnologisches Verfahren zur gezielten Veränderung oder Übertra- 
gung von Genen 
Möglichkeiten der Genübertragung — Heraustrennen von DNS-Abschnitten aus Chro- 
mosomen, Übertragung dieser DNS-Abschnitte in Bakterien, massenhafte Vermeh- 
rung dieser Bakterien; Nutzung des durch diese Bakterien erzeugten spezifischen Ei- 
weißes, z.B. biotechnologische Produktion von Insulin für die Behandlung von 
Diabetikern 
Bakterien und Viren als geeignete Objekte für genetische Untersuchungen und bio- 
technologische Verfahren; relativ einfache Anzucht, rasche Generationsfolge 
Hinweis auf Viren als Organismen ohne eigenen Stoffwechsel; Krankheitserreger, z. B. 
Grippe, Schnupfen, Maul- und Klauenseuche 
Genetisch bedingte Krankheiten des Menschen als Folge von Veränderungen von Ge- 
nen - Auswirkungen auf die Merkmalsausbildung, Möglichkeiten der Therapie; z.B. 
Phenylketonurie als spezifische Störung des Stoffwechsels, Schädigung der Nervenzel- 
len, geringe Lebenserwartung; in der DDR Untersuchung aller Neugeborenen auf Phe- 
nylketonurie, Behandlung durch spezielle Ernährung, normale Entwicklung des Kin- 
des 
T.aßnahmen des Staates zur Vorbeugung und Therapie genetisch bedingter Krankhei- 
ten, z. B. humangenetische Beratung, vorgeburtliche Untersuchungen, kostenlose me- 
dizinische Betreuung; Fürsorge unserer Gesellschaft für Menschen, die von genetisch 
bedingten Krankheiten betroffen sind 
  

	        

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