Full text: Elementarisierung im Schulbuch

zialistischen“ Ländern war offensichtlich von den Schulbuchautoren nicht angestrebt. 
Die Konzentration der Darstellungen in den Schulbüchern auf die Themen der Ökono- 
mischen Geographie, führte u. a. zur geringen und einseitigen Betrachtung von Themen 
der Bevölkerungs-, Siedlungs-, und Stadtgeographie. Auch die Besitzverhältnisse als 
immer wiederkehrendes Haupterklärungselement für den Erfolg, Frieden und Wohlstand 
der sozialistischen Länder erscheint aus heutiger Sicht als kritisch, da u. a. die Motive 
unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen, bevölkerungs- und stadtgeographische Theorien 
ausgeblendet wurden. 
Die heute relevanten didaktischen Ziele: Kritikfähigkeit auszubilden, eine eigene 
Meinung vertreten zu können, einen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven be- 
leuchten zu können etc. scheinen bei der Erstellung der Geographiebücher für den Geo- 
graphieunterricht in der DDR als nicht entscheidend erachtet worden zu sein. 
Abschließend ist zu sagen, dass die dargestellte Schulbuchanalyse nur einen ersten 
Zugang zu den Unterrichtsinhalten im Geographieunterricht der DDR liefern kann. Die 
Schulbücher können Auskunft über die als idealtypisch eingeschätzten Inhalte geben. 
Aus ihnen lassen sich jedoch nur begrenzt Aussagen über die in der Unterrichtswirklich- 
keit tatsächlich vermittelten Inhalte treffen. 
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