Full text: Elementarisierung im Schulbuch

 
 
5.2.1 Auf dem Weg des Glaubens — das Volk 
Israel erzählt von Abraham und Sara (...) 
5.2.1 Stationen auf dem Weg des Glaubens: Ab- 
raham und Sara lassen sich auf Gott ein (...) 
 
5.2.2 Leben aus dem Glauben - auf Gottes Ver- 
heißung antworten (...) 
5.2.2 Unser Weg: Antwort auf Gottes Verheißung 
(9) 
 
Wiederholen, Üben, Anwenden, Vertiefen 
- die Erzählungen von Abraham und Sara als bei- 
spielhafte Glaubensgeschichte kennen und deuten 
- die biblischen Grunderfahrungen „Verheißung und 
Wiederholen, Üben, Anwenden, Vertiefen 
- Abraham und Sara als biblische Gestalten kennen 
- Glaubensgeschichten von Abraham und Sara mit 
eigenen Erfahrungen verknüpfen 
Bund“, „Glauben“, „Segen“ in Beziehung setzen zu 
Grunderfahrungen wie Vertrauen, Aufbruch, Hoff- 
nung 
- Abraham als Vorbild im Glauben für Juden, Chris- 
ten und Muslime kennen 
 
 
 
 
Sehr verwandt zum Hauptschullehrplan heißt es auch im katholischen Lehrplan für die 
sechsstufige Realschule (2001) über „Wege des Glaubens: Abraham und Sara“: ‚In 
ihrem Verständnis der Abrahamserzählungen zeigt sich für drei Weltreligionen, was für 
sie ‚Glauben’ im religiösen Sinn bedeutet. In ausgewählten biblischen Geschichten er- 
fahren die Schüler die wesentlichen Weg-Stationen eines vertrauenden Glaubens. In 
Glaubensgeschichten, Liedern und Gebeten entdecken sie, dass dieser Glaube auch heute 
noch in vielfältiger Hinsicht lebendig ist. So können sie dafür offen werden, sich am 
Beispiel Abrahams und Saras zu orientieren und Anregungen für ihre eigene Lebensge- 
staltung zu gewinnen.“ (LP R6 2001, S. 113) 
Im evangelischen Religionslehrplan gibt es hier kein direktes Gegenstück. Die Abra- 
hamserzählungen, die aus der achten Jahrgangsstufe der alten vierstufigen Realschule in 
die fünfte der nun sechsstufigen Realschule verlegt wurden, sind hier eingeordnet in ein 
Superthema „Das Alte Testament erzählt von Erfahrungen, die Menschen mit Gott ma- 
chen“ mit den drei Blöcken „Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Wünschen, 
Hoffnungen und Ängsten“, „Aufbau der Bibel“ und „Menschen machen Erfahrungen mit 
Gott“. (LP R6 2001, S. 116) Dieses findet seine Mitte in der Fragestellung, wie Men- 
schen Lebens- und Gotteserfahrungen verdichten und überliefern. Im letzten Themenbe- 
reich sind „Abraham und Sara, Exodus, Königsgeschichten oder Israel als Volk Gottes“ 
so zu verarbeiten, dass die Kinder „darin eigene Gottesvorstellungen und Glaubensfra- 
gen wiederfinden wie Unsichtbarkeit Gottes, Gerechtigkeit, Geborgenheit, Ermutigung 
zum Vertrauen“. 3 
Eine schon in den Vorgängern so zu findende Kombination von religionsgeschichtli- 
chem und kanonischem Zugang bietet der katholische Gymnasiallehrplan mit „Wie 
Menschen sich Gott vorstellen — Abraham begegnet dem einen Gott“ (LP G8 2004, 5. 
Jgst. S. K-1): „Erlebnisse, die Staunen, Angst, Freude oder Unsicherheit auslösen, regen 
an zum Nachdenken über tiefere Zusammenhänge des Lebens und über Gott. Die Schü- 
ler erkennen, dass Menschen aller Zeiten und Religionen auf solche Fragen Antworten 
suchen und die Vorstellungen von Gott auch durch die jeweiligen Kulturen geprägt sind. 
Mit Abraham erfahren die Bilder von Gott eine Neuorientierung, die zur Grundlage für 
den Gottesglauben in Judentum, Christentum und Islam geworden ist.“ Die religionsge- 
schichtliche „Besonderheit der Gotteserfahrung von Abraham und Sara“ wird so be- 
schrieben, dass dieser Gott Menschen erwähle und begleite, Versprechen gebe und ein- 
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