Full text: Elementarisierung im Schulbuch

 
  
produziert wurden und zunächst überwiegend in den protestantischen Territorien zum 
Einsatz kamen, später in leicht abgewandelter Form auch in den katholischen.* 
Form und Inhalt dieser Leselernbüchlein können heutigen pädagogischen Maßstäben 
natürlich in keiner Weise standhalten, sie veranschaulichen jedoch die ersten Anfänge 
schulischer Versuche, Leseunterricht stattfinden zu lassen. Durch den begrenzten Raum 
bedingt durch 16 kleinformatige Blätter, gab es kein Titelblatt als Eingangsseite, statt- 
dessen war es ausgefüllt mit den Buchstaben des lateinischen Alphabets. Allerdings fand 
man häufig auch den Namen der Druckerei, selten auch das Erscheinungsjahr am unte- 
ren Rand der Seite. Die Buchstaben des Alphabets (in Fraktur), die vermutlich meistens 
auch auf einer Tafel’ im Schulraum zur Verfügung standen, bildeten die Grundlage des 
Leselernprozesses. Es handelte sich jeweils um gedruckte Buchstaben, beginnend mit 
einer übergroßen geschmückten Initiale des großen A, gefolgt von einem weiteren klei- 
neren großen A, dem sich alle kleinen Buchstaben des Alphabets bis „z‘“ anschlossen. 
Danach waren alle Buchstaben als Versalien wiedergegeben, es folgten die Vokale („lau- 
te Buchstaben‘) und schließlich die Konsonanten („stumme Buchstaben‘). Die zweite 
Seite enthielt abschließend eine Reihung von einfachen Silbenkombinationen (Ab-eb-ib- 
ob-ub; Ba-be-bi-bo-bu usw.). Danach folgten sofort die Texte des Katechismus. 
 
(Pädagogica). Vgl. darüber hinaus besonders Heinrich Fechne 
genannten Bibliographie). 
me er ‚nach 1774 setzte sich die schulische Fibel auch in katholischen Gebieten durch. Vgl. 
ao 2 oe - Dokumente für die Entwicklung der Aphabetisierung, Ihre Entstehung und 
ung bis ; In: Hans Erich Bödeker und Ernst Hinrichs (Hrsg.): Alphabetisierung und Literari- 
eignn in Deutschland in der Frühen Neuzeit. Tübingen 1999, S. 255-281 
zu en sind in vielerlei Gestalt überliefert und oft auch als „Einblattdrucke“ erhalten. Man 
mitunter auf mittelalterlichen Bildern und Gemälden sowie der Renaissance- und Barockzeit. Die 
meist in England benutzten Tafeln waren mi 
it Horn überzogen, um sie halt dazu 
Andrew W. Tuer: History ofthe Horn-Book. Repr. von 1897. New York or near 
ts Arbeiten (genaue Literaturangaben in der 
 

	        

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