Full text: Chemie : 9. bis 12. Schuljahr (1951)

 
 
 
 
Stoft 
Std. 
Bemerkungen zum Stoff 
 
‘II. Die Gruppe der Halegene 
3 
Darstellung und Eigenschaften 
der Elemente Chlor, Brom, Jod 
Die Wasserstoffverbindungen 
von Chlor, Brom, Jod; die 
Chlor- (Brom-, Jod-) Wasser- 
stoffsäure und ihre Salze 
Die Verbindungen von Chlor, 
Brom und Jod mit Metallen 
(Halogene) 
Die Sauerstoffsäuren der Halo- 
gene und ihre Salze (unter- 
chlorige Säure, Chlorkalk; 
Chlorsäure und Chlorate; Per- 
chlorsäure) 
Das Fluor: Die Flußsäure und 
ihre Salze 
Gruppeneigenschaften der 
Halogene 
IV. Chemische Vorgänge in 
Lösungen 
» 
Zu II. 
Das Ziel dieses Abschnittes ist es, die bisher unbekannten 
Elemente Brom, Jod und Fluor zusammen mit dem Chlor 
zu untersuchen und dabei die Beziehungen zwischen diesen 
Elementen und den Begriff der Elementengruppe heraus- 
zuarbeiten. Die Darstellung von Chlor, Brom und Jod aus 
Chloriden, Bromiden und Jodiden weist bereits auf gleich- 
artige Eigenschaften dieser Elemente hin; es erscheint da- 
her zweckmäßig, die Elemente nicht nacheinander und jedes 
isoliert für sich zu untersuchen, sondern alle drei Elemente 
nebeneinander vergleichend zu betrachten. Das Verhalten 
von Chlor, Brom und Jod gegenüber Wasserstoff und Me- 
tallen (III. 2. und 3.) und die Eigenschaften ihrer Sauer- 
stoffsäuren (III. 4.) bestätigen die Zweckmäßigkeit des 
Verfahrens. Das Fluor wird als ein weiteres hierher ge- 
hörendes Element erkannt und auf Grund seiner Reaktionen 
in die Reihe eingeordnet (III. 5.). Die übersichtliche Zu- 
sammenstellung der Gruppeneigenschaften der Halogene in 
Abhängigkeit vom Atomgewicht bildet den Abschluß. 
Zu IV. 
Die technische Bedeutung und Verwertung der Halogene 
und ihrer Verbindungen ist nicht ohne ausreichende Kennt- 
nis der Elektrolyse zu verstehen. Eine zusammenhängende 
Behandlung der Vorgänge bei der Elektrolyse wäßriger 
Lösungen — einzelnen Beispielen ist der Schüler bereits 
auf der Grundschule begegnet — schließt sich natürlich und 
methodisch zwanglos an die Besprechung der Halogene an. 
Die allgemeine Frage, welche Stoffe in wäßriger Lösung 
Leitfähigkeit besitzen, führt zu der Einteilung in Elektro- 
iyte und Nichtelektrolyte (IV. 1.). An Hand eines zahl- 
reichen, experimentell leicht zu erarbeitenden Beobad- 
tungsmaterials werden der Verlauf und die Ergebnisse der 
Elektrolysen, die primären und sekundären Zersetzungs- 
produkte zunächst phänomenologisch geklärt; quantitative 
Aussagen über die Beziehungen zwischen elektrischen 
und chemischen Größen machen die Faradayschen Gesetze 
(IV. 2.). Damit sind die Voraussetzungen für das Ver- 
ständnis von zahlreichen technischen Elektrolyseverfahren 
geschaffen, die nunmehr behandelt werden (IV. 3.). 
Die Frage nach den molekularen Vorgängen bei der Elek- 
trolyse und den tieferen Ursachen für die Unterschiede 
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