Full text: Chemie : 7. und 8. Schuljahr (1952)

 
 
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Thematik 
Metalle; Untersuchung des da- 
bei entstehenden Gases und 
. seine Identifizierung als Was- 
9, 
10 
serstoff; Untersuchung der 
Lösungen der Metalle in den 
Säuren; Begriff des Salzes; 
Namensebufs: .....2....7 
Salzbildung aus Metalloxyden 
und Säuren und durch Neu- 
iralısatione ne. rn... 
Std. 
Bemerkungen zum Stoff 
Ausgangspunkt für neue Versuche, beispiels- 
weise die Einwirkung der Schwefelsäure auf 
verschiedene Metalle. Bei den unedlen Me- 
tallen fällt die gleichartige Reaktion, nämlich 
die Auflösung der Metalle unter Gasentwick- 
lung, auf; das Gas wird in allen Fällen leicht 
als Wasserstoff erkannt. Auch andere Säuren, 
deren Verwendung im täglichen Leben zwar 
bekannt (Salzsäure, Essigsäure), deren che- 
mische Zusammensetzung jedoch noch unbe- 
kannt ist, verhalten sich überraschenderweise 
wie die Schwefelsäure. Wieder erkennt der 
Schüler eine Gruppe gleichartiger Reak- 
tionen. Die Auflösungen der Metalle in den 
Säuren, die ihre Säureeigenschaften dabei 
verlieren, werden teils eingedampft, teils ein- 
gedunstet, und die festen Rückstände bzw. 
die Kristalle beobachtet. Für die neue Gruppe 
von Stoffen, die einen metallischen und einen 
von der Säure stammenden Bestandteil ent- 
halten, wird die allgemeine Bezeichnung 
„Salz“ eingeführt. Die Gleichung: „Unedles 
Metall + Säure = Salz + Wasserstoff“ wird 
für einige einfache Fälle zur Übung der Sym- 
bolik in der chemischen Zeichensprache aus- 
gedrückt, wodurch die Vorgänge für die Schü- 
ler weiter an Deutlichkeit gewinnen. 
Zu 9. Die Tatsache, daß edle Metalle von den 
betrachteten Säuren nicht zu Salzen aufgelöst 
werden, wirft die Frage auf, ob und wie man 
Salze von diesen Metallen gewinnen kann. 
Es liegt nahe, das Verhalten der Metalloxyde 
gegenüber Säuren zu untersuchen und ferner 
zu prüfen, wie sich die wäßrigen Lösungen 
der Metalloxyde, die Basen, gegenüber den 
Säuren verhalten. Aus dem umfangreichen 
Beobachtungsmaterial, das die Schüler in 
eigenen Versuchen zusammentragen, ergeben 
sich die wichtigsten Salzbildungsreaktionen: 
„Metalloxyd + Säure = Salz + Wasser“ und 
„Base (Metallhydroxyd) + Säure = Salz 
+ Wasser“ (Neutralisation). Die Neutralisa- 
tion der Kohlensäure mit der Calziumbase 
(Kalkwasser) wird als Nachweisreaktion der 
Kohlensäure bzw. des Kohlendioxyds er- 
kannt. Der kohlensaure Kalk, als Beispiel 
eines schwer löslichen Salzes, regt zu einer 
allgemeinen Untersuchung der Löslichkeits- 
verhältnisse der Salze an. 
 

	        

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