Full text: Chemie : 7. und 8. Schuljahr (1952)

 
Thematik 
Std. Bemerkungen zum Stoff 
 
III. Tertial: 
10. Allgemeine Eigenschaften der 
Salze. 
Wasser als Lösungsmittel; Lös- 
lichkeit, Abhängigkeit von der 
Temperatur; FEindampfen und 
Eindunsten von Salzlösungen; 
Kristallisation; Trennung von 
Lösungsmittel und 
gelöstem 
Stoff, Destillation; Kristallwas- 
ser; Zersetzung von Salzen 
durch Erhitzen ... 
11. Kochsalz — Salzsäure — Chlor. 
Salzlager, ihre natürliche Ent- 
stehung, Abbau und Verwer- 
tung; Darstellung der Salz- 
säure aus Kochsalz und Schwe- 
felsäure; Ermittlung der Zu- 
sammensetzung der 
Salzsäure 
durch Zerlegung und Aufbau; 
Neutralisation der Salzsäure; 
Synthese des Kochsalzes; Elek- 
trolyse der Salzsäure und des 
Kochsalzes und ihre techni- 
schen Anwendungen 
Zu 10. In Versuchsreihen wird nun das Was- | 
ser als Lösungsmittel bei den bisher bespro- 
chenen und anderen aus der täglichen Erfah- 
rung bekannten Salzen erprobt, wobei die Be- 
griffe gesättigte und ungesättigte Lösung be- 
sprochen und die verschieden große Löslich- 
keit und ihre Abhängigkeit von der Tempe- 
ratur ermittelt werden; Salzlösungen werden 
eingedampft und vorsichtig eingedunstet, die 
Bildung und die Form von Kristallen werden 
beobachtet. Die Frage der Trennung von Lö- 
sungsmittel und gelöstem Stoff führt zum Vor- 
gang der Destillation. Die Frage, ob Salze 
durch Erhitzen Veränderungen erleiden, er- 
fordert weitere umfangreiche Untersuchun- 
gen: Manche Kristalle verlieren nur ihr Kri- 
stallwasser (Kupfersulfat); andere Salze wer- 
den beim Erhitzen chemisch zersetzt; später 
verwendbare Beispiele sind das Kaliumper- 
manganat, das unter Sauerstoffabgabe zer- 
fällt und sich als starkes Oxydationsmittel er- 
weist, und das Eisensulfat, das unter Abgabe 
von SOz und SO; in rotes Eisenoxyd über- 
geht. 
Zu 11. Die bisher durchgeführten Arbeiten 
mit Salzen leiten zur näheren Untersuchung 
des von uns täglich gebrauchten Kochsalzes 
über, dessen Gewinnung zunächst besprochen 
wird. Einfaches Erhitzen ruft keine chemische 
‚Veränderung hervor; deshalb wird man ver- 
suchen, mit wirksameren Mitteln Reaktionen 
zu erzwingen. Konzentrierte Schwefelsäure 
setzt aus dem Kochsalz ein Gas in Freiheit, 
das sich leicht in Wasser zu einer Säure löst, 
die nach ihrer Herkunft den Namen „Salz- 
säure“ erhält. Die Schüler erfahren hier, daß 
eine Säure auch auf anderem Wege als durch . 
die Auflösung eines Nichtmetalloxyds in 
Wasser entstehen kann und stellen die 
Frage nach der Zusammensetzung der Säure. 
Diese enthält, wie die Umsetzung mit un- 
edlen Metallen zeigt, wie jede Säure das Rle- 
ment Wasserstoff. Aufschlüsse über den 
Säurerest sind zu erwarten, wenn es gelingt, 
den Säurewasserstoff anderweitig, etwa durch 
Sauerstoff, chemisch zu binden. Versuche mit 
dem sauerstoffreichen Salz Kaliumpermanga- 
nat bestätigen die Vermutung und führen zur 
Darstellung und Untersuchung des Chlors. 
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