Full text: Direktive (vorläufiger Lehrplan) Chemieunterricht

 
 
Vorwort 
Die vorliegende Direktive tritt ab 1.9. 1956 an die Stelle des Lehrplanes für 
Chemie an Oberschulen, Ausgabe 1954. 
Bestimmend für den Unterricht ist diese Direktive und nicht der Aufbau des 
Stoffes und seine Behandlung im Lehrbuch. Angaben über die Verwendung der 
Lehrbücher sind bei den einzelnen Lehrplanabschnitten vermerkt: Bei den ‚„Hin- 
weisen“ für die jeweiligen Lehrplanabschnitte sind Filme genannt, die zu einzelnen 
Themen vorhanden sind. Die Verwendung. aller Filme ist nicht verbindlich, der 
Lehrer kann eine Auswahl treffen. Ebenso sind die weiteren dort gemachten An- 
gaben als Empfehlungen gedacht. 
Der Unterrichtsstoff ist in der 9. und 11. Klasse auf 30 Wochen, in der 10. auf 
98 und in der 12. auf 26 Wochen verteilt. Die restlichen Wochen des Schuljahres 
stehen dem Fachlehrer zur Verfügung zu Zusammenfassung und Vertiefung, zur 
weiteren Übung und Wiederholung, zur Durchnahme von Anschlußstoffen und 
zum notwendigen Ersatz ausgefallener Stunden. 
Die bei den Lehrplanabschnitten vorgesehenen Stundenzahlen gelten sowohl für die 
Erarbeitung, Festigung, Übung, Wiederholung und Systematisierung des Unter- 
richtsstoffes als auch für das Schreiben von Klassenarbeiten usw. Die Aufteilung 
dieser Stunden auf die einzelnen Themen bleibt dem Fachlehrer überlassen. 
Im Unterricht soll besonders das Folgende beachtet werden: 
Es ist erforderlich, das Denkvermögen intensiver als bisher zu entwickeln. Auf 
exakte Formulierung und schriftliche Fixierung des Gelernten ist zu achten. Stö- 
chiometrische Rechnungen sind in allen Schuljahren zu üben. Im Chemieunterricht 
der Oberschule kommt der Vermittlung der polytechnischen Bildung eine große 
Bedeutung zu. Eine Vorbedingung zur Erreichung dieses Zieles stellt die Durch- 
führung von Schülerübungen im Unterricht dar, in deren Verlauf u. a. die 
manuelle Geschicklichkeit der Schüler im Umgang mit chemischen Arbeitsgeräten 
gefördert wird. Soweit als angängig ist unbedingt ein Bezug zum täglichen Leben, 
zur Industrie und Technik herzustellen. Exkursionen müssen vor allem in der 
engeren Heimat zu Werken der örtlichen Industrie durchgeführt werden. Dabei 
handelt es sich nicht nur um das Bekanntmachen mit chemischen Verfahren und 
technologischen Prozessen, sondern auch um das Kennenlernen der großen Lei- 
stungen, die unsere Wissenschaftler, Ingenieure und Arbeiter am Aufbau unserer 
Industrie vollbrachten und tagtäglich noch vollbringen. In diesem Zusammenhang 
sind den Schülern die Perspektiven des 2. Fünfjahrplans vor Augen zu führen. 
Da in einzelnen Fällen aus methodischen Gründen Änderungen in der Stoffvertei-. 
lung vorgenommen wurden, ist für folgende Klassen eine Sonderregelung not- 
wendig:
	        

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