Full text: Lateinisch-deutsches Lehrbuch für die ersten Anfänger. - [Erste Abtheilung] ([Abt.1])

 
 
 
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bensurt der wilden Thiere? Und was sollen wir erst 
vom menschlichen Geschlechte sagen? Diese‘ die or- 
dentlich zu Pflegern‘ und Anbauern' der‘ Erde bestellt 
sind, lassen‘ sie nicht durch die MWildheit reifsender 
Thiere verwildern, noch durch schädliches Unkraut 
veröden; und ihre Werke leuchten: einem‘ ‘von \allen 
4eckern, Inseln und Ufern entzegen‘, die überall mit 
Anlagen von Häusern‘, und Städten ausgeputzt sind, 
Und nun, wie grofs ise' die Schönheit des Meeres? 
Mie erhaben der Blick auf das Ganze! Welche Men- 
ge und Mannichfaltigkeit der Inseln? Welche Anmüuth 
an Ufern und Hüsten!' Wie viele und. wie mannich- 
Faltige Gattungen der Seethiere, die theils: auf dem 
Boden des Meeres leben, theils in ihm schwimmen, 
und sich fortbewegen; theils mit ihren Schalen: an den 
Felsbänken hängen? Das Meer selbst bespült die Ufer 
des festen Landes so unmittelbar, dafs zwey Elemente 
in eins verbunden zu seyn scheinen. Die Luft hinwie- 
derum, die Meer und Sand nachbarlich umgibt, zeigt 
uns die Abwechselungen des Tases und der Nacht; 
und strebt in ihrer Jeinen Flüssigkeit und lockern Din 
heit aufwärts, dann aber: wenn sich in ihr die Dünste 
zw Wolken verdichten, bewässert sie aus dem Vorrathe 
gesammelter Feuchtigkeiten die Erde; und durch ihre 
nach verschiednen Seiten gerichteten Strömungen er- 
Zeugt sie die Winde. Sie unterstützt den Flug der Voö-' 
gel, und eingeathmet nährt und erhält sie die Thiere. 
Um aber hievon auf die Erzeugnisse der Erde überzu- 
gehn, was ist wohl an.diesen,, worinn man nicht die Spu- 
ren eines verständigen Wesens erblickte? Fürs erste ge- 

	        

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