Full text: Lateinisch-deutsches Lehrbuch für die ersten Anfänger. - [Erste Abtheilung] ([Abt.1])

 
 
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zur beständigen Erhaltung derselbigen Gattung. Denit 
einige sind männlichen, andre weiblichen Geschlechts, 
welches die Natur zu Aufrechthaltung der Gattung: so 
“eingerichtet hat. Und um einzusehen, dafs hier nichts 
 
dem Zufall überlassen, sondern alles die Anstalt eines 
weisen und verständigen Wesens sey, dient auch die- 
ses zum Beyspiel, dafs. Thiere, die viele Jungen wer- 
fen, als Schweine.und Hunde, viele Zitzen haben, da- 
gegen diejenigen , welche nur wenige gebähren, auch 
wenire Zitzen haben. 
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Was sollen wir nun ven der grofsen Liebe der 
Thiere in Erziehung. und Bewahrung ihrer Jungen sa- 
gen, die sie so lange fortsetzen, bis sie sich selbst ver- 
theidigen können? Daher suchen sich die Hüner und ! 
übrigen Vögel einen ruhigen, Platz zum Brüten auss 
machen sich Lager und Nester, und machen darin eine Un= 
terlage so weich als sie können, um desto leichter die Eyer 
zu erhalten; und: wenn sie die Jungen ausgebrütet ha- 
ben, so beschützen sie Sie, indem Sie sie gegen die Kälte 
mit ihren Federn bedecken, und wenn die Sonne heifs 
scheint, sich selöst ihren Stralen entgegen stellen. 
Wie grofs ist endlich die Güte der Natur, dafs 
sie so viele, so mannichfaltige, so angenehme Nah- 
rungsmittel erzeugt, und zwar nicht alle zu einerley 
Jahrszeit, damit wir immer uns der Neuheit und des } 
Ueberflusses erfreuen können! Auch sind sonst noch 
so viele Bequemlickeiten zur Vervollkommnung und 
reichlichen Ausflattung der Menschen angelegt. Es ist 
nicht zu zählen, ‚wie viele Bequemlichkeiten die Flüsse 
verschaffen, die Flut und Ebbe des Meers; die. be- 
 

	        

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