Full text: Abiturstufe (1988)

 
 
 
 
3. Chemische Bindung - Komplexverbindungen 12 Stunden 
Das Stoffgebiet dient der Festigung und Erweiterung der für den gesamten Chemie- 
lehrgang grundlegenden Kenntnisse der Schüler.über die chemische Bindung und 
den Bau der Stoffe. a 
Die Schüler nutzen ihr im Chemieunterricht der Klassen 7 bis 10 erworbenes Wissen 
über Bindungsarten und Bau der Stoffe, um Stoffe nach deren Struktur zu systemati- 
sieren. Sie,erwerben Kenntnisse über weitere Formen der chemischen Bindung und 
über Komplexverbindungen. 
Im Mittelpunkt der Stoffeinheit „Chemische Bindung - Struktur und Eigenschaften 
der Stoffe“ steht die Systematisierung der Kenntnisse der Schüler über die Struktur 
und die Eigenschaften der Stoffe unter Berücksichtigung der Bindungsarten auf der 
Grundlage des Wissens aus dem Chemieunterricht der Klasse 8. > 
Die Schüler lernen die Wasserstoffbrückenbindung als Beispiel für zwischenmoleku- 
lare Kräfte in Molekülsubstanzen kennen. Damit sind sie in der Lage, einige ihnen 
bekannte Stoffe nach der Struktur zu klassifizieren und Zusammenhänge zwischen 
chemischer Bindung, Struktur und Eigenschaften der Stoffe zu erfassen. 
Schwerpunkt der Stoffeinheit „Komplexverbindungen — Bindung in Komplexen“ ist 
die Vermittlung eines soliden, praxisverbundenen Wissens über Eigenschaften und 
Bedeutung einiger Komplexverbindungen. Die Schüler werden befähigt, die La- 
dung von Komplexen zu ermitteln. Sie lernen als weitere Form der chemischen Bin- 
dung die koordinative Bindung kennen. 
Die in diesem Stoffabschnitt angegebenen Schülerexperimente sind besonders dafür 
zu nutzen, das Können der Schüler zu entwickeln, experimentelle Aufgabenstellun- 
gen selbständig zu lösen. : 
Bei der Behandlung der praktischen Nutzung von Komplexverbindungen und ihrer 
Bedeutung für physiologische Prozesse sind die Erfahrungen der Schüler und ihre 
Kenntnisse aus dem Biologieunterricht einzubeziehen. 
3.1. Chemische Bindung - Struktur und Eigenschaften der Stoffe (5 Stunden) 
Grundlagen aus der Klasse 8: ' ; 
Atombindung, Ionenbeziehung und Metallbindung als Arten der chemischen 
Bindung 
Ionenkristall am Beispiel des Natriumchlorids 
Atomkristall am Beispiel des Diamants 
Metallkristall, Molekülkristall ' 
Beeinflussung der Struktur der Stoffe durch die Art der chemischen Bindung und 
durch weitere Wechselwirkungen zwischen den Teilchen - 
Wechselwirkungen zwischen Dipolmolekülen 
Struktur und Eigenschaften von salzartien Stoffen, metallischen Stoffen, Molekül- 
substanzen und polymeren Stoffen unter Berücksichtigung der Bindungsarten 
Beschreiben des Zusammenhangs zwischen der Art der chemischen Bindung, 
der Struktur und.einigen Eigenschaften bei salzartigen Stoffen (zum Beispiel 
Natriumchlorid), metallischen Stoffen (zum Beispiel Natrium, Zink, Eisen), 
Molekülsubstanzen (zum Beispiel Wasserstoff, Chlor: Schwefelwasserstoff, 
Wasser, Athanol) und in polymeren Stoffen (zum Beispiel Diamant, Polyvi- 
nylchlorid) 
 

	        

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