4. Abbildungen. =- Abeſſinien.
ebendemſelben Th. E>ar dt zu empfehlen: Der Bau des menſc Körper8, anatomiſche Beſchreibung de3 Menſchen in 24 Tafeln (Farbendrue
mit erflärendem Text -& 6, 50 3.) und: Die inneren Teile des
Menſ einem kurzen Abriß der Geſundheitslehre. (Eßlingen 1880, Schreiber. X 3.)
Die Darſtellungen ſind ganz dezent, doc< eignen ſich die zerlegbaren Abbil»
dungen ihrer Subtilität wegen weniger zum Schulgebrauch, als zur Selbſtbe-
lehrung. Es muß hier no<4 bemerkt werden, daß die Schreiber'ſ bücher für den Anſchauungsunterric eignen. = Für den Geſ empfehlen, als die bekannten Bilder der deutſ die Münchener Bilderbogen, über welche ein Verzeichnis erſchienen iſt
(München, Braun & Schneider), welches den Inhalt von 792 Bogen angiebt,
wodurc< eine Aus8wahl ermöglicht wird, ohne alle Bogen vor ſich zu haben.
Übrigens wurden 23 geſchichtliche Bilder von H. Leutemann (Aſſyrer,
Ägypter, Griechen , Macedonier, Römer, Karthager) unter dem Titel „Bilder
aus dem Altertum“ zuſammengeſtellt. (Eleg. kart. I Ebenſo 37 Bogen zur Länder = und Völkerkunde unter dem Titel: Die Welt
in Bildern. (Eleg. kart. ſ ſ herausgegeben , der um den beiſpiellos billigen Preis von 3 -& unkolorierte
Bilder nac< den beſten Gemälden bietet. Bei einer 2. Auflage ſollte die
Aldobrandiniſ dieſelbe Aufgabe der Bilderatlas zur Weltgeſ 146 Tafeln mit über 5000 Darſtellungen naß Kunſtwerken alter und neuer
Zeit. Mit erläuterndem Text von Dr. Heinrich Merz. (Gr, Fol.
Stuttgart 1882, Neff. X 25.) Ein Prachtwerk für diejenigen , welche es zu
benüßen verſtehen. (Es enthält über 5000 Bilder (Sc altteſtamentlihen Geſchichte bis in das 18. Jahrhundert, Bilder , Bauten,
Münzen, Trachten und namentlich Porträts. Hier muß noc< aufmerkſam ge-
macht werden auf das große Werk von Langl, „Bilder zur Geſchichte“,
welches ſeinem Titel naß für ein ähnliches Werk, wie der Bilderatlas von
Weißer gehalten werden könnte. Daſſelbe iſt ein prachtvolles, aber kunſt -
hiſtoriſ Denkmälern (Bauten) enthält, von der ägyptiſchen Sphinx bis zum Dom von
Speyer. (Wien, Hölzel. X 254.) Sehr große Vorſicht iſt zu beobachten bei
den ſogenannten kunſt= und kulturhiſtoriſc mann, weil die Tezenz der Kunſt oft in nicht zu rechtfertigender Weiſe
weichen mußte. Außerdem foll noF auf zwei Lehrmittel aufmerkjam gemacht
werden : Veranſchaulihung der Zeiteintheilung von H. Söder. Ein Lehr-
mitt zum Anſ Kindergärten 2x. (Wien, Pichler. AXA 6, 40 43.)
Abeſſinien , ein Teil des alten Aethiopiens , das mittlere Nilland, gehört
zu jenen Ländern, welche ehedem eine Kultur und die Bedingungen zur Ents-
wiklung derſelben beſaßen, aber nicht ſowohl ſtehen geblieben, als vielmehr
zurüägekommen find. Schon frühe fand das Chriſtentum Eingang (ungefähr
330 n. Chr.) und die Abeſſiniſche Kirche beſaß und beſitzt jezt no< eine voll-
ſtändig gegliederte Hicrarc heiligen Schrift, und Überſezungen von Kirhenvätern in die Landesſprache und
liturgiſche Bücher. Allein ſie fiel dem Monophyſitismus anheim, trennte
ſich von der abendländiſchen Kirche und damit auc< von der abendländiſchen
Civiliſation. Damit verlor ſie die Kraft, heidniſchen, muſelmänniſchen und
jüdiſchen Einflüſſen zu widerſtehen und ſo wurde die uralte

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