Rüben 
SRS EEN Dedi, mengen 
 
 
Vorwort. 
Mehr Kenntniſſe, mehr Einkünfte, weniger Leid! 
Unwiſſenheit bringt oft Blamage! Infolge von Sprachfehlern aller Art 
blieb ſchon vielen jungen Männern und Müdc<hen die erſehnte Stelle im 
Bureau oder in beſſerer Familie verſagt. 
Ein gründliches Hilfsmittel tut not! 
Speziell gegen das Neuberliniſche gibt es noch kein beſonderes Hilfsmittel. 
Sonnenklar, kurz und bündig müſſen die wichtigſten Unterſchiede zwiſchen 
dem Berliner Dialekt und der hochdeutſchen Schriftſprache dargeboten werden. 
Das begehren viele! Man übe vor allem! Ohne Übung nüßt das beſte Aus- 
wendigkönnen der Regeln nichts! 
Man geniere ſich nicht! 
Auch für Gymnaſien und höhere Töchterſchulen ſind bereits ſolche Hefte 
nötig geworden und 3. B. vom Gymnaſialdirektor Zarth und vom Ober- 
lehrer Zumbuſch geſchaffen worden. 
Auch Ausländer 
finden hier eine gruppenvollſtändige Sammlung der berliniſchen Sprachweiſe, 
welche den ſprachlichen Verkehr ſo erſchwert, in gedrängter Kürze, mit zweck- 
mäßigem Übungsſtoff für einen geringen Preis! 
Benutzt wurde wiſſenſchaftliche, belletriſtiſche und pädagogiſche Literatur 
über den Dialekt von Prof. Meyer, Trachſel, Lenzner, Dr. Brendice, Kaliſch, 
Schmidt-Cabani8, Engel, Prof. Graupe (de dialecto Marchica); Kit. über 
Nachbardialekte von Brohniſch , Siewert, Mackel, Teuchert, Bremer; auch all- 
gemeine Lit. von Prof. Bremer, Prüll, Prof. Viätor, Sieb3, Matthias, Hof- 
mann uſw. Auch ein mehrjähriger, abſichtlich ſtändiger Verkehr mit waſchechten 
Berlinern, die ſich ihren Dialekt unmöglich abgewöhnen können, hat ſtattgefunden 
und wird von Kritikern = wohl mit Recht verlangt. Die Vorarbeiten wurden 
durch danken5werte Zuſchriften von Kennern und Verfaſſern, ſowie durch Wünſche 
in zahlreichen Verſammlungen ſehr verbeſſert. 
Urſprünglich wurden ſämtliche Beiſpiele in mundartlicher Form dar- 
geboten, dann z. T. in3 Hochdeutſche übertragen, und damit wird gewährleiſtet, 
daß nur Dialektformen berückſichtigt werden. 
Aus praktiſchen Gründen mußten verſchiedene nichtberliniſche Gruppen 
gleichzeitige Berückſichtigung finden. Wer als Berliner einige der hier genannten 
Gruppen nicht kennt, möge bedenken, daß Wortſchaß und Wortformen im 
N., O., W. und S. von Berlin und Umgegend durc<aus verſchieden, ja ſogar 
in der erſten Etage ander3 als in der vierten ſind. Auch die PreiSaufgabe 
ver Berliner Univerſität von 1901 fordert eine Gliederung des Dialekts „nach 
den verſchiedenen Gegenden der Stadt.“ 
Auch kleine Beiträge werden gern mit Dank nach Möglichkeit berückſichtigt 
werden. 
Der Verfaſſer. 
EV 

	        

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