Full text: Der Müller von Sagorsch

 
 
 
 
 
Einleitung. 
Dort, wo der Sagorſchbach plätſchernd aus dem 
anmutigen Schmelztal in die breite Ebene heraustritt 
und von da an in trägerem Laufe durch weite Torf- 
brüche dem Meere zuſtrebt, liegt an der Chauſſee von 
Danzig nach Lauenburg, der weſtpreußiſchen „Berg- 
ſtraße“, das Dorf Sagorſch. Aus za gorze iſt ſein 
Name entſtanden, d. h. zu deutſch „hinterm Berge“. 
Und nichts bezeichnet die Lage dieſes Ortes beſſer als 
jein Name; denn hinter dem Dorfe ſteigen zu beträcht- 
licher Höhe die waldgeſchmücten Hügel des Plateaus 
von Pommerellen an, zu dem das Schmelztal empor- 
führt. Den Grund dieſes Einſchnittes durchzieht das 
Silberband des Sagorſchbaches, der bald unter Ge- 
büſch ſchäumend über Kieſel brauſt, bald zu Teichen 
angeſtaut Mühlen treibt. 
Al3 ich jüngſt an einem heißen Sommertage das 
herrliche Tal durchſtreifte, mußte ich, von einem Ge- 
witter überraſcht, mit meiner Wandergefährtin Schuß 
in einer Schneidemühle ſuchen. Und wie ich der Arbeit 

	        

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