Full text: Illustrirtes Spielbuch für Knaben

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
368, 369] Schnurren und Rädchen. 13/7 
Der Flugkreiſel. 
[368.] Der Flugkreiſel beſteht aus einem gewöhnlich bunten, 13 cm. langen 
Blechſtreifen , der in der Mitte von 3 Löchern durchbohrt, an den Seiten 
windmühlenflügelartig geformt und etwas ſchräg aufwärts gebogen iſt. Um 
ihn in Umdrehung zu 
verſetzen, bedient man 
ſich eines Handgriffs, 
der einen ſtarken Draht- 
ſtift trägt. Auf letztern 
ſtet man einen birn- 
förmigen , oben abge- 
ſtutzten Holzauffatz, der 
im der Mitte ein Loch 
und linfs und rechts 
von Demſelben einen 
kurzen Drahtſtift hat. 
Um den Hals dieſes 
Auffatzes wickelt man 
feſt eine Schnur, die 
ſi< dur< einen End- 
ring bequem anfaſſen 
läßt. Dex Blechſtreifen 
wird nun auf alle Drei 
Stiſte geſte>t und die 
Schnur kräftig lo8gezogen. Hierdurch kommt der Blechſtreifen in reißend 
ſ<nellen Umſc<wung, hebt ſich von den Drahtſtiſten ab und ſteigt wirbelnd 
in der Luft hau8hoch empor. Er ähnelt einem ſ<wirrenden bunten Schmetterling 
oder flatternden Vogel. =- Es eignet ſich dieſes Spielwerk jedo<h nur für große 
freie Plätze. 
 
 
Sig. 151. Flugkreiſel, 
Schnurren. 
[369.] Knaben verfertigen ſich zur Herbſtzeit aus Nüſſen ein kleines Spielwerk, 
das viel Aehnlichkeit mit dem Brummkreiſel hat, aber weit einfacher iſt. In 
die Schale einer großen Haſelnuß oder Wallnuß wird oben und unien ein 
freiSrundes Loh geſchnitten. Dur die Seite der Schale wird ferner auch ein 
kleines Loch gebohrt, ſo groß, daß ein Faden hindur< kann. Die Nuß ähnelt 
alſo vem Schlüſſel des Brummkreiſel8s. Durch die beiden Löcher ſtet man ein 
rundes Holzſtäbchen von Bleiſtiftlänge , am oberen Ende mit di>erm Kopf ver- 
ſehen. Ein feſter Zwirns8faden wird durc< das kleine Seitenloch der Nuß 
geſchoben und an dem Stäbchen mit einem Ende feſtgebunden , dann ſo weit 
aufgewickelt, daß nur no< ein Stü> zum Feſthalten außen bleibt. An das 
untere Ende des Stäbchens ſteckt man einen etwas ſ<weren, runden Körper, 
etwa eine Kartoffel, und zieht nun den Faden mit der rechten Hand ſcharf an, 
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