Full text: Götterlehre oder mythologische Dichtungen der Alten

I0OF der erhabenen Juno, die ihn als ein Werkzeug braucht, den Uebermut9 der Mindermächtigen zu beſtrafen, de- ren erröthende Wange von einer ſiärfkern Hand die Schläge des raſſelnden Köcheus fühlt, mit welchem ſie ſonſt furchtbar ewvwhergeht. -- Es giebt kein treffende- res Bild der tief gedemüthigten weiblichen Macht als dieß. Der weiſere Apoll antwortet dem Neptun, der ihn zum Streit auffordert: warum ſollte ich mit dir der elenden Sterblichen wegen fechten, die gleich den Blät, tern auf den Bäumen, nur eine Zeitlang dauern, und bald verwelken! =-- Laß uns vom Kampf abſtehen z ſie mögen unter einander ſich ſelbſt bekriegen ! Auf der hier beigeſügten Kupfertafel befindet ſich eine Abbildung der Diana nah einem autiken ge- ſchnittenen Steine, wo ſie, im aufgeſchürzten Kleide, auf einen attiſchen Pfeiler gelehnt, in ruhiger Stels- lung ſteht, den Köher und Bogen auf der Schulter, und als die Erleuchterin der Nacht mit einer Fackel in der Hand, welche ſie auszulöſchen im Begriſf iſt. Hinter ihr ragt ein Berg hervor, welcher ſie als die Göttin bezeichnet, die auf den waldigten Gipfeln einhergehend, die Spur des Wildes verfolgt. Auf eben dieſer Kupfertafel befindet ſich auch eine Abbildung der Ceres nach einem antiken geſchnittenen Steine, =“- In der Rechten hält ſie eine Sichel, in der Linken eine Fackel, die ſie auf dem Aetna anzünde- te, um ihre geraubte Tochter in den verborgenſten Winkeln der Erde zu ſuchen. Zu ihren Füßen ſchmie,/ gen ſich die Drachen, die ihren Wagen zogen. 195 der erhabenen Juno, die ihn als ein Werkzeug braucht, den Uebermuth der Mindermächtigen zu beſtrafen, de- ren erröthende Wange von einer ſiärkern Hand die Schläge des raſſelnden Köchers fühlt, mit welchem ſie ſonſt furchtbar ewhergeht. == Es giebt kein treffende- res Bild der tief gedemüthigten weiblichen Macht als dieß. Der weiſere Apoll antwortet dem Neptun, der ihn zum Streit auffordert: warum ſvUte ich mit dir der elenden Sxerblichen wegen fechten, die gleich den Blät, tern auf den Bäumen, nur eine Zeitlang dauern, und bald verwelken! = Laß uns vom Kampf abſiehen ; ſie mdgen unter einander ſich ſelbſl bekriegen! Auf der hier beigeſügten Kupfertafel befindet ſic eine Abbildung der Diana nach einem antiken ge- ſchnittenen Steine, wo fie, im aufgeſchürzten Kleide, auf einen attiſchen Pfeiler gelehnt- in ruhiger Stely tung freht, den Köcher und Bogen auf der Schulter, und als die Erleuchterin der Nacht mit einer Fackel in der Hand, welche ſie anszulöſchen im Begriff iſt. Hinter ihr ragt ein Berg hervor, welcher ſie als die Göttin bezeichnet, die auf den waldigten Gipfeln einhergehend, die Spur des Wildes verfolgt. Auf eben dieſer Kupfertafel befindet ſich auch eine Abbildung der Ceres nach einem antiken geſchnittenen Steine. = In der Rechten hält fie eine Sichel, in der Linken eine Fackel, die fie auf dem Aetna anzündt- ze, um ihre geraubte Tochter in den verborgenſten Winkeln der Erde zu ſuchen. Zu ihren Füßen ſchmier gen ſich die Drachen, die ihren Wagen zogen,

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