Der Ulei. 325
Vermehrung iſt ſtarf , ungeachtet er vieken Raubvbgeln und
Fiſchen zur Speiſe dient. Im Mai und Juni legt er ſeine
Eier ab, und dann fängt man ihn mit Hahmen in großer
Menge, Sein Fleiſch wird nicht ſehr geachtet und nur von
ärmern Leuten gegeſſen. Bon den Schuppen ſcheuert man den
Silberſchaum ab, und braucht ihn zu den Glasperlen.
No<h andere einheimiſche Fiſche des Karpfengeſchlechts ſind
die Greſſe oder der Greßling, der Giebel, der Häß/
ling oder Dobel, der Kühling oder Nerfling, der
Aland, die Zärthe, der Güſter, die Zope, die Clriße
oder der Bitterfiſc<h, der Lauben oder Windlauben,
der Spierling und mehrere,
ps
Fünfte Klaſſe,
Die JIJuſektemn
Wir betrachten nunmehr eine Thierkkaſſe , die weit mehr
und in ſchr verſchiedener Rückſicht von allen biSherigen abs
weicht , als dieſe unter ſich ſelbſt. Der Name Jnuſekt iſt la-
reiniſchen Urſprungs, bedeutet etwas Eigeſchnittenes oder Ein-
gekerbtes und zielt auf die Bildung des Körpers , welcher bei
den allermeiſten dieſer Thiere zweimal gleichſam eingekerbt
und alſo dadurch in 3 Theile abgeſondert iſt, die nicht ſo ſtark
unter einander zufammen hangen, wie bei den Thieren der
4 erſten Klaſſen, Bei vielen , z. B. den Weſpen, Horniſſen,
Bienen, gehen die Einſchnitte ſv tief, daß der Kopf am Bruſt-
ſiuF und“ dieſes am Hinterleibe nur wie .durch einen Faden
verbunden iſt. Bei manchen ſind dagegen die- Einſchnitte
kaum oder gar nicht merklich, z. B. beim Floh.
Alle Inſekten haben ſtatt des rothen Bluts , welches wir
bei den Thieren der 4 erſten Klaſſen wahrnahmen, bloß“einen
weißen kalten Saft; am Kopfe Fühlhdrner und hornartige
eine.mit Gelenken. Kein Jnſekt hat unter 6 Beine; web
rere haben eine weit größere Anzahl; Die Fühlhbrner fc<ei-
nen bloß zum Taſten oder Fühlen da zu ſeya und keinen wei-