Full text: Theil 5, Band 2: Von den Insecten (5)

241. Geſchlecht. Galläpfelwürmer. 317 
17. Der Feigenſtecher. Cynips plenes, 
Die Frucht der Feigenbäume auf den Inſeln 17. 
Griechenlandes kommt erſt durch das Stechen eines Feigen» 
Jnſects, welches die Alten Pſenes nannten, zur GET 
Reife. Dieſes Inſeck iſt am Körper roth, und vat EICH 
weiſſe Flügel / auf dieſen Flügeln trägt es den Saa 
menftaub der männlichen Feigenbäume in die weibli« 
den Feigen , welches die Caprification genennet 
wird , und gewiß mit unter die Wunder der Natur 
gehöret. Man findet ſie auch in Oſtindien. 
18. Der wilde Feigenbohrer. Cynips 
ſycomor1. 
Die wilde, oder Pharaoniſche Feige enthält 159. 
bey dem Anfange ihres Wachsthums ein Würmchen, Wilder 
deſſen Jnſect von dem Herrn Zaſſelquiſt folgender Geigen 
Geſtalt beſchrieben wird. Obe 
Dieſes Jnſect iſt braun , und hat einen hervor! mori, 
ragenden ſchwachen weichen Stachel , der ſo lang als 
der Körper iſt. Der hintere Körper iſt glatt und 
ſchwarz. Das Bruſtſtück iſt ſs lang a!s der Hinter- 
leib, die Fühlhörner ſind ſpitzig , au der Wurzel dik 
kegelförmig, und kürzer als das Vruſtſtuk, Das 
Vaterland iſt Egypten. 
19 Der Hohlbauc<. Cynips inanita, 
Es beſtehet der hintere Körper nur aus einem 19, 
einzigen Gelenke, ohne ferneren Einſchnitt, und Hohle 
iſt dazu von unten einwerts gewölbet , gerade als ob bauch. 
gar feine Eingeweide darinne befindlich wären , auch Inanita, 
zeiget ſich auf jeder Seite nach der Wurzel zu, ein durHs 
fihtiger fenſterartiger weiſſer Fle>en, dadurch ſich 
die obigen Benennungen aufklären. Uebrigens 
iſt der Körper etwa ſo groß wie die rothen Ameiſen) 
S und
	        

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