Vorwort.
Das vorliegende Buch erſtrebt eine möglichſt allſeitige Schilderung
der Heimat, eine Schilderung, in der das Wort durch das Bild unterſtrichen
wird; denn dort, wo das Wort oft verſagt, wirkt das Bild umſo nachhaltiger.
Der alte Grundſaß, daß der Unterrichtöweg zu dem Entſernteren über
das Zunächſtgelegene hinwegführen muß, kommt in der Heimatkunde am
ſtärfſten zum Ausdru>k. Ihm dienen u. a. unjere Kartenſkizzen (vgl. Danzig
und Umgebung S. 100) und die Zuſammenſtellungen der Denkmäler der
Natur, der Vorgeſchichte und der Baukunſt. Wenn wir uns in dieſen meiſt
auf Stichproben beſchränken mußten, konnten wir doch zeigen, worauf es
ankommt. In vielen Fällen wird es Sache des Lehrers ſein, die Liſte der
Naturdenkmäler ſeines Kreiſes, die der Vorgeſchichte und der Baukunſt zu
ergänzen.
Die Heimatkunde darf noc< weniger denn verwandte Unterricht3zweige
ein bloßes Buchwiſjen bleiben; Schülerwanderungen müſſen deShalb den
heimatkundlichen Unterricht nag Möglichkeit unterſtüßen. AusSflugsziele der
nähern oder entferntern Umgebung des Heimatortes ſollen unſere Zujammen-
ſtellungen anzeigen.
E35 iſt uns leine angenehme Pflicht, den Herren, die uns bei der Ab-
faſſung unjeres Werkes mit Rat und Tat unterſtüßten, auch an dieſer Stelle
unjern verbindlichſten Dank zu entbieten.
Danzig, im April 1911.
Die Verfaſſer.
Das Bild „Sc<öpfmühle in der Niederung“ ſtammt aus dem Denkmalar<hiv der
Provinz Weſtpreußen. Aufnahme von Franz Konrad, 1905. NachdruÄ verboten.