Ginleitung.

Die unverwüſtliche Spannkraft des deutſchen Volkes
hat ſich in ſeiner Geſchichte niemals glänzender bewährt
als in den Zeiten des Unglüks. Wenn wir bei andern
Völkern gar oft beobachten können, wie nationale Nieder-
lagen einen lähmenden, wenn nicht vernichtenden Ein-
fluß auf ihre ſittliche Kraft ausgeübt haben, ſo ſehen
wir bei dem deutſchen Volke wiederholt ſich deſſen edelſte
Eigenſchaften gerade dann am ſichtbarſten entfalten,
wenn es ſeinem Untergange nahe zu ſein ſchien. So
am Ausgang des Dreißigjährigen Krieges, und ſo auch
nach jenen Unglückstagen von Jena und Auerſtädt im
Oktober 1806, als der preußiſche Staat dem erſten
napoleoniſchen Anſturm ſcheinbar rettungslos8 erlegen
war. =- Als der Friede zu Tilſit im Juli 1807 ge-
ſchloſſen war, da meinte der übermütige korſiſche Er-
oberer des Staates, den der große Friedrich ſo feſt
gefügt, endgültig Herr zu jein, und in der That war
die Lage Preußens eine verzweifelte. Alle Gebiete
links von der Elbe hatte es dem Sieger abtreten müſſen,
der Feind verblieb auch weiterhin noc< im Lande, und



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