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wobei & eine Menge helles Waſſer hinten von ſich
ſprüßt, ſich hinein zu ſtürzen ; bald aber, wann er ſich
wieder ficher glaubt, an das Ufer zurück zu kommen.
Tn Sachſen führt dieſer Froſch noch einen andern
Namen, indem man ihn dort den Marxgösker oder
Luarkgsker nennt,
Der Größe nach übertrifft dieſer Froſch unſere übri-
gen Arten. Eben deswegen glaube ich auch, daß er zu
ſeinem vollkommenen Wachsthum mehr als zehn Jahre
nöthig habe, wie es denn ſehr wahrſcheinlich iſt, daß
fich ſeine Lebenszeit wohl über ſechzehn Jahre erſtrecket.
Die Weibchen ſind insgemein größer als die Männchen.
Der grüne Waſſerfroſch. verläßt ſein Winterquartier
nicht leicht früher , als zu Ende des Aprils; es müßte
ihn denn eine ſehr warme Witterung herauslocken.
Wann ein Teich abgelaſſen wird, ſo kann man ihn auch
wohl früher im Schlamm ſuchen; aber er ſieht dann ſo
braun und kotrhig aus, daß man ihn leichter für eine
Kröte als für einen Froſch halten möchte,
Da dieſe Froſchart ſo ſpät erſcheinet, ſo irren ſich
diejenigen, welche glauben, derjenige Laich, den man
im Frühlinge auf dem Waſſer ſchwimmew ſieht, ſey der
Laich der grünen Waſſerfröſche ; denn ſie paaren ſich erſ|
im Juni,
Wenn die Paarungszeit dieſer Fröſche kommt; ſo
laſſen ſich die Männchen mitihrem Geſchrei bei Tage wie
| bei