Volltext: Neue Bilder-Gallerie für junge Söhne und Töchter zur angenehmen und nützlichen Selbstbeschäftigung aus dem Reiche der Natur, Kunst, Sitten und des gemeinen Lebens - 2.1795 (2)

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wobei & eine Menge helles Waſſer hinten von ſich 
ſprüßt, ſich hinein zu ſtürzen ; bald aber, wann er ſich 
wieder ficher glaubt, an das Ufer zurück zu kommen. 
Tn Sachſen führt dieſer Froſch noch einen andern 
Namen, indem man ihn dort den Marxgösker oder 
Luarkgsker nennt, 
Der Größe nach übertrifft dieſer Froſch unſere übri- 
gen Arten. Eben deswegen glaube ich auch, daß er zu 
ſeinem vollkommenen Wachsthum mehr als zehn Jahre 
nöthig habe, wie es denn ſehr wahrſcheinlich iſt, daß 
fich ſeine Lebenszeit wohl über ſechzehn Jahre erſtrecket. 
Die Weibchen ſind insgemein größer als die Männchen. 
Der grüne Waſſerfroſch. verläßt ſein Winterquartier 
nicht leicht früher , als zu Ende des Aprils; es müßte 
ihn denn eine ſehr warme Witterung herauslocken. 
Wann ein Teich abgelaſſen wird, ſo kann man ihn auch 
wohl früher im Schlamm ſuchen; aber er ſieht dann ſo 
braun und kotrhig aus, daß man ihn leichter für eine 
Kröte als für einen Froſch halten möchte, 
Da dieſe Froſchart ſo ſpät erſcheinet, ſo irren ſich 
diejenigen, welche glauben, derjenige Laich, den man 
im Frühlinge auf dem Waſſer ſchwimmew ſieht, ſey der 
Laich der grünen Waſſerfröſche ; denn ſie paaren ſich erſ| 
im Juni, 
Wenn die Paarungszeit dieſer Fröſche kommt; ſo 
laſſen ſich die Männchen mitihrem Geſchrei bei Tage wie 
| bei
	        
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