Full text: Der Rathgeber in der Schreibestunde, oder Aufsätze für Schulmeister in Knaben- und Mädchenschulen

 
Sehr leicht macht der ſich ſein Geſc<häfft , der 
mäßig ißt, und trinkt und'ſchläft, er ſpart ſi< 
| Schmerz und Plage. 
| X. 
Xantipp war eines zuten Mannes Weib, 
und: döch/), wie's heißt, ein arge Hur'; vermuth- 
lim bracht' unedler'Zeitvertreib- ſie auf die laſtew 
hafte Spur. Drum fliehe , Kind, den Müßig: 
gang! Er iſt des Menſchen Untergang. 
Xerxes: war ein, fürchterlicher Held, tollte 
Fommandiren alle Welt,. Doch ſtürzt er bald von 
ſeiner Höh herab, ſo bald ex ſich dem Uebermuth 
ergab. Drum troß nicht ſtolz auf irdiſch Glü, 
ſol> Glück verkehrt ſich gern in Mißgeſchi>. 
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Zum Fleiße. war das Leben vom Schöpfer 
mir gegeben, und. nicht zur trägen Raſtz dem | 
Fleiße nur folgt Segen, wie Fruchtbarkeit dem ! 
Regen, ohn" ihn ſind wir uns ſelbſt zur Laſt. | 
Zufrieden ſeyn, das ſey dein Spruch, | 
tracht nicht nach Geld und Ehr; Das, was dy | 
haſt, ſey dir genug; 'wer'flug iſt, wünſcht | 
nicht mehr. Man'wünſcht und wünſcht, und 
wenn mans hat, iſt man des Wünſchens doch 
nicht ſatt. | 
- - Zierereyen ließen fein 2 Mädchen, blid't euch 
das nicht ein! denn ein Mädchen , das ſich ziert, | 
* ſelten viel geachtet wird. An der Red, am Gänge, | 
Mienen und Geberden ,- pflegt des Menſchen | 
Sinn erkannt zu werden. 
Gele
	        
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